In der Eurozone ist die Inflation weiter nach oben geklettert. Sie hat nun einen neuen Rekordwert erreicht.
Ein typischer Warenkorb wird immer teurer. (Archivbild)
Ein typischer Warenkorb wird immer teurer. (Archivbild) - sda - KEYSTONE/EPA/ANDY RAIN
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Inflation in der Eurozone ist auf einen Rekordwert von 9,1 Prozent gestiegen.
  • Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 9,0 Prozent gerechnet.

Die Inflation in der Eurozone hat sich im August auf hohem Niveau weiter beschleunigt und einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Konsumentenpreise um 9,1 Prozent. Dies teilte das Statistikamt Eurostat am Mittwoch laut einer ersten Schätzung mit.

Volkswirte hatten mit einem Anstieg um 9,0 Prozent gerechnet. Die August-Rate ist die höchste seit Einführung des Euro als Buchgeld 1999. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 8,9 Prozent gestiegen.

Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 38,3 Prozent erhöhten. Der Anstieg war allerdings ein wenig schwächer als im Vormonat. Dafür beschleunigte sich der Preisauftrieb bei Lebens- und Genussmitteln. Stärker stiegen auch die Preise von Industriegütern und Dienstleistungen.

Die Kerninflation, bei der besonders schwankungsanfällige Preise von Energie, Lebens- und Genussmitteln nicht berücksichtigt werden, stieg von 4,0 auf 4,3 Prozent. Die höchsten Inflationsraten im Währungsraum wiesen mit mehr als 20 Prozent erneut die drei baltischen Staaten auf. So stieg beispielsweise die Jahresinflationsrate in Estland auf 25,2 Prozent.

Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt auf mittlere Sicht eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Sie hatte im Juli den Leitzins nach längerem Abwarten erstmals seit elf Jahren angehoben. Für den September wird ein weiterer Zinsschritt erwartet. Noch ist unklar, wie stark er ausfallen wird.

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