Schweizer Journalist Karl Lüönd ist gestorben
Im Alter von 80 Jahren ist Karl Lüönd am Montag verstorben. Der Journalist prägte über viele Jahre die Schweizer Medienlandschaft, etwa als Gründer der «Züri-Woche» oder Leiter des Medieninstituts des Verbands Schweizer Medien.

Lüönd ist am Montag verstorben. Seine Familie bestätigte am Dienstag gegenüber Keystone-SDA eine entsprechende Meldung von «Persönlich».
Geboren wurde Lüönd am 12. Mai 1945 in Flüelen in eine Arbeiterfamilie. Nach seiner Matura arbeitete er zuerst als Freelancer für das Luzerner Tagblatt. Anschliessend war er als freier Mitarbeiter und Innerschweizer Korrespondent für grosse Schweizer Tageszeitungen tätig.
Ab 1974 war er Mitglied der Chefredaktion des Blicks. Nach zwei Jahren Chefredaktion des Züri Leu gründete der Journalist 1982 die Züri-Woche, die er 17 Jahre leitete und deren Verleger er zeitweise war. Zusammen mit dem Verleger Beat Curti initiierte er 1986 die Gratiszeitung Neues Sonntagsblatt, deren erster Chefredaktor er war. Seit1998 war Lüönd selbständig.
Grosse Resonanz erhielt er als Leiter des Medieninstitutes des Verbandes Schweizer Medien, das er ab 1998 sieben Jahre lang leitete. Zudem schrieb er rund 30 Sachbücher über bedeutende Unternehmen und verfasste vielbeachtete Unternehmensbiografien über den Ringier-Verlag, das Kinderspital Zürich und über die Sterbehilfeorganisation Exit. Bis zuletzt schrieb er an einem Buch über die Familiengeschichte von Emil Frey.
2007 wurde Lüönd mit dem Zürcher Journalistenpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Er gehörte zu den prägenden Journalisten der Schweiz und war als scharfer Beobachter und Kommentator der Medienszene so berüchtigt wie beliebt. Beigetragen haben dazu auch seine Tätigkeit beim Verband Schweizer Medien und seine analytischen Vorträge und Berichte.
Noch im vergangenen Mai feierte Lüönd in Winterthur im Beisein seiner Familie und der Schweizer Medienprominenz seinen 80. Geburtstag.






