Die Ernten bei Getreide, Obst und Gemüse fallen in diesem Jahr nur unterdurchschnittlich aus.
Weizenfeld in Selm in Nordrhein-Westfalen im Juli
Weizenfeld in Selm in Nordrhein-Westfalen im Juli - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Klöckner: Sichere Ernten wegen Folgen des Klimawandels nicht mehr selbstverständlich .

Das teilte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) am Mittwoch mit. Sichere Ernten seien nicht selbstverständlich, sagte sie. Die Landwirtschaft müsse sich an den Klimawandel anpassen.

«Die Erwartungen für die Ernte waren lange optimistisch. Vielerorts wurden und werden die Erntearbeiten aber durch Schauer und Gewitter ausgebremst, darunter leiden Erträge und Qualität», erklärte Klöckner. Das spiegele sich auch im Ergebnis wider.

Beim Getreide wird demnach eine Erntemenge von 42,1 Millionen Tonnen erwartet. Das wären 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr und 4,8 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 2015 bis 2020.

Der Obstbau litt laut Erntebericht unter langen Phasen mit niedrigen Temperaturen im Frühjahr, wenig Sonnenschein und dann noch zu viel Niederschlag. Auch beim Gemüse gab es wegen der niedrigen Temperaturen Wachstumsverzögerungen und wegen zu nasser oder überschwemmter Böden Probleme, Gemüse termingerecht zu ernten.

Die Versorgung mit Grundfutter wie Gras, Klee oder Silomais dagegen habe sich im Vergleich zu den trockenen Vorjahren «deutlich verbessert», erklärte Klöckner. Anders sei die Lage in den von Überschwemmungen betroffenen Gebieten: Hier wurden teilweise Futtervorräte vernichtet und Futterflächen für die weitere Nutzung unbrauchbar.

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