Edmond de Rothschild-VR überwacht Lage nach Epstein-Berichten

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Genève,

Bei der Genfer Bank Edmond de Rothschild will der Verwaltungsrat nach Berichten über Kontakte der Bankchefin Ariane de Rothschild mit dem Sexualstraftäter die Situation überwachen. Gleichzeitig vermeldet die Vermögensverwaltungsbank anhaltende Neugeldzuflüsse.

Bank-CEO Ariane de Rothschild ist wegen ihren Verbindungen zu Jeffrey Epstein unter Druck. (Archivbild)
Bank-CEO Ariane de Rothschild ist wegen ihren Verbindungen zu Jeffrey Epstein unter Druck. (Archivbild) - KEYSTONE/SALVATORE DI NOLFI

Seit der Publikation der Dokumente durch das US-Justizdepartement (DoJ) habe der Verwaltungsrat «prompt und verantwortungsvoll» gehandelt, um die Interessen von Kunden, Angestellten und Aktionären zu schützen, heisst es in einer Stellungnahme der Bank.

Der Verwaltungsrat arbeite nun unter dem Vorsitz von Yves Perrier eng mit der Geschäftsleitung zusammen, um eine «koordinierte und gründliche unabhängige Überwachung der Lage zu gewährleisten». Gleichzeitig unterstütze er die Massnahmen der Bankführung.

In den Anfang Januar veröffentlichten «Epstein-Dateien» des DoJ taucht der Name von Ariane de Rotschild mehrfacht auf. Laut den online gestellten E-Mail-Korrespondenzen begannen die Verbindungen der Rotschild-Chefin zu Epstein 2013 auf beruflicher Ebene. Der US-Geschäftsmann soll in der Folge nach und nach zu einem strategischen Berater und einem Vertrauten geworden.

Nach der Veröffentlichung dieser Dokumente hatte die Bank angegeben, dass Ariane de Rothschild Epstein zwischen 2013 und 2019 mehrmals «im Rahmen ihrer normalen Tätigkeit innerhalb der Gruppe» getroffen habe. Sie habe aber «keinerlei Kenntnis vom persönlichen Verhalten Epsteins» gehabt.

Derweil habe die Privatbank ihr Wachstum im vergangenen Jahr fortgeführt: Sie habe 2025 Neugeldzuflüsse von rund 10 Milliarden Franken verzeichnet, womit die Zuflüsse in den vergangenen drei Jahren rund 25 Milliarden betrugen.

Seit Anfang Jahr seien netto weitere 5 Milliarden Franken zur Bank geflossen, womit die verwalteten Vermögen auf einen Rekordstand von über 200 Milliarden angestiegen seien. Die Zuflüsse seien auch nach dem 30. Januar stark geblieben, betont das Institut. Die detaillierten Zahlen werde die Bank «in Kürze» bekanntgeben.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4192 (nicht angemeldet)

Ach diese Verschwörungstheorien... WEF, Clinton, Howkings, Rotschild, Norweger, Bill Gates... kann nicht sein.

Weiterlesen

immobilien teuscher zürich preis
92 Interaktionen
Warum viel teurer?
fasnacht
5 Interaktionen
«Ärmel versaut»

MEHR IN NEWS

Schweiz
In Deutschland
alice weidel
Gerichtsentscheid
lawine
Nahe Schweizer Grenze
Geldwäscherei
Von US-Behörde

MEHR AUS GENèVE

Edmond de Rothschild
Epstein-Berichte
Iran USA Verhandlungen Genf
1 Interaktionen
Nach drei Stunden
Yakin Lausanne
1 Interaktionen
Fokus auf Europa
Iran USA Verhandlungen Genf
4 Interaktionen
In Genf