Diese Läden mussten ganz schliessen

    Michael Bolzli
    Michael Bolzli

    Bern,

    Gestern gab der Bücherhändler Ex Libris bekannt, dass zwei Drittel der Filialen geschlossen werden. Der Detailhandel ist im Wandel: Viele bekannte Läden mussten für immer schliessen. Nau zeigt einige Beispiele.

    EPA
    Auch bei EPA ging die Tiefpreisstrategie nicht auf. Nach 75 Jahren wurden die 39 Warenhäuser von Coop übernommen.

    Ex Libris schliesst zwei Drittel seiner Filialen.
    Ex Libris schliesst zwei Drittel seiner Filialen. - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ex Libris schliesst einen Grossteil der Filialen.
    • In den vergangenen 20 Jahren sind viele bekannte Shops aus Schweizer Innenstädten verschwunden.

    Online läuft das Geschäft für Ex Libris prächtig. Anders in den Läden. Alleine in den letzten drei Jahre ist dort der Umsatz um ein Drittel zurückgegangen. Der Bücherhändler zieht darum die Reissleine: Gestern hat die Migros-Tochter angekündigt, dass zwei Drittel der Filialen bis Ende Jahr zu schliessen. Über 100 Jobs gehend verloren.

    Andere Schweizer Traditionsläden hat es härter getroffen. Sie sind komplett von der Bildfläche verschwunden. Hier ein paar Beispiele von Shops, die vor ein paar Jahren noch zum Inventar Schweizer Innenstädten gehörten. Und heute Geschichte sind.

    City Disc gibt es heute nur noch online.
    City Disc gibt es heute nur noch online. - Keystone

    City Disc
    Erzrivale im CD-Geschäft von Ex Libris war lange City Disc. 2008 übernahm Orange (heute Salt) die Kette mit 30 Filialen. Vier Jahre später wurden die Läden eingestampft. City Disc existiert nur noch als Onlineshop.

    ABM verschwand kurz nach der Jahrtausendwende.
    ABM verschwand kurz nach der Jahrtausendwende. - Keystone

    ABM
    Ob Kleider oder Küchengeräte: Wer gut und günstig wollte, kaufte bei ABM ein. Das Konzept ging nicht auf. Management-Fehler in den 90er-Jahren führten zum Ende der rund 60 Warenhäuser.

    Die EPA-Warenhäuser wurden 2005 in Coop-City-Filialen umgewandelt.
    Die EPA-Warenhäuser wurden 2005 in Coop-City-Filialen umgewandelt. - Keystone
    Waro wurde von Coop übernommen.
    Waro wurde von Coop übernommen. - Keystone

    Waro
    Auch die Waro hat Coop übernommen. Die 28 Waro-Märkte wurden 2003 in Coop Supermärkte und Bau-&-Hobby-Filialen verwandelt.

    Charles Voegele ist seit letztem Jahr Geschichte.
    Charles Voegele ist seit letztem Jahr Geschichte. - Keystone

    Charles Voegele
    Seit Ende 2017 ist Charles Voegele Geschichte. Das italienische Modehaus OVS übernahm die rund 160 Filialen. Die Schweizer Kleidermarke hat jahrelang rote Zahlen geschrieben.

    Dieses Jahr wird die Marke Schild verschwinden.
    Dieses Jahr wird die Marke Schild verschwinden. - Keystone

    Schild
    Nicht mehr lange da ist die Modekette Schild: Besitzerin Globus hat letztes Jahr angekündigt, dass beide Unternehmen künftig unter dem Globus-Label auftreten werden. Start des Rebrandings: Frühling 2018.

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    Kommentare

    User #6195 (nicht angemeldet)

    Der K-300 vom eigenständigen Konsum Verein Zürich geht bei den "ehemaligen" Detailhandelsketten stets vergessen. Das war eine selbständige Detailhandelskette mit über 100 Filialen und gleichzeitig die älteste Lebensmittelkette der Schweiz. Die Übernahme durch die Coopgruppe erfolgte als "feindliche Übernahme" durch den Aufkauf der Aktienmehrheit. Der Konsum Verein Zürich (KVZ) erzielte am Schluss einen Umsatz von 1/2 Milliarde Franken. Dazu gehörte zum Beispiel auch die Ladenkette des Billy Top Discount.

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