Marco Odermatt nach Sieg: «Fast schlechtes Gewissen wegen Beat»
Nach Platz 4 im Super-G schlägt Marco Odermatt zurück: Er gewinnt den Abfahrts-Klassiker am Lauberhorn souverän. Mit dem vierten Sieg überflügelt er Beat Feuz.
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Das Wichtigste in Kürze
- Marco Odermatt gewinnt in Wengen vor Kriechmayr und Franzoni.
- Der Schweizer überholt mit seinem vierten Sieg Beat Feuz.
- Auch von Allmen, Monney, Kohler und Rogentin fahren in die Top 15.
Was für eine Fahrt von Marco Odermatt! Der Ski-Dominator lässt sich auch von der verkürzten Strecke auf dem Lauberhorn nicht aus dem Konzept bringen. Das Rennen wird wegen böigen Winden vom Hundschopf aus gestartet.

Mit der Startnummer 7 legt Odi eine Fahrt in den Schnee, die nicht mehr geschlagen wird. Der Schweizer nimmt dem zuvor führenden Vincent Kriechmayr gleich 79 Hundertstel ab.
Odi sagt schon während des Rennens zu SRF: «Ich hatte schon ein sehr gutes Gefühl nach meiner Fahrt. Ich fuhr über die Ziellinie und wusste nicht, wo ich noch eine Zehntel schneller sein könnte.»
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«Mein Plan ging perfekt auf», so Marco Odermatt. «Ich wusste, dass ich auf der kurzen Abfahrt richtig hungrig sein muss. Was gestern beim Brüggli in die Hose ging, da habe ich heute den Unterschied gemacht.»
Mit seinem vierten Wengen-Triumph überholt er Beat Feuz in der Siegerliste. Der Schangnauer gewann am Lauberhorn dreimal. «Ich habe fast ein schlechtes Gewissen, weil mich Beat hier alles gelernt hat», schmunzelt Odi bei SRF. (Video oben)

Feuz setzt lachend entgegen: «Odermatt muss schon noch mal nach Wengen kommen: Schliesslich habe ich noch einen Podestplatz mehr als er!»
Obwohl ihm Rekorde üblicherweise nicht viel bedeuten, sagt er: «Im Vornhinein bedeutet es mir nicht viel, aber wenn man es hat, ist es trotzdem schön.»
Franjo von Allmen vom Podest gestossen
Hinter Odi und Kriechmayr sichert sich Giovanni Franzoni den dritten Platz. Mit Startnummer 28 verdrängt er Franjo von Allmen noch vom Podest – um nur drei Hundertstel!

Der Berner Oberländer hatte davor das Hundertstel-Glück auf seiner Seite: Er verdrängte Alexis Monney (5.) um zwei Hunderstel, Dominik Paris verliert als Sechster drei Hundertstel auf von Allmen.
Marco Kohler fährt auf Rang dreizehn und auch Stefan Rogentin schafft den Sprung in die Top 15: Der Schweizer fährt auf Rang 14. Justin Murisier wird 17.
Niels Hintermann fährt auf Rang 21, Lars Rösti belegt Rang 30. Der junge Zürcher Alessio Miggiano belegt Zwischenrang 41, Livio Hiltbrand Rang 52.











