DAX unter Druck – Infineon und Iran belasten Märkte
Der DAX verliert nach neuen Iran-Angriffen an Boden. Besonders Infineon gerät unter Verkaufsdruck.

Der DAX hat am Dienstag nach starken Vortagesgewinnen wieder nachgegeben. Neue US-Angriffe auf iranische Ziele belasteten die Stimmung an den Märkten deutlich.
Wie die «Tagesschau» berichtet, griffen die USA trotz vereinbarter Waffenruhe erneut Raketenstellungen und Schiffe im Iran an. Damit schwanden Hoffnungen auf eine rasche Entspannung im Konflikt.
Der deutsche Leitindex fiel zeitweise um rund 0,5 Prozent auf etwa 25'274 Punkte. Am Pfingstmontag hatte der DAX noch die Marke von 25'000 Punkten zurückerobert.
DAX reagiert empfindlich auf Iran-Krieg
Der «Zeit» zufolge hatte der DAX am Montag erstmals seit Kriegsbeginn im Iran wieder über 25'000 Punkten geschlossen. Anleger reagierten damals positiv auf Hinweise zu möglichen Verhandlungen zwischen den USA und Iran.
US-Präsident Donald Trump sprach von einem weitgehend ausgehandelten Rahmenabkommen zur Wiederöffnung der Strasse von Hormus. Gleichzeitig warnte er jedoch vor überzogenen Erwartungen an schnelle Fortschritte.
Marktbeobachter bleiben deshalb vorsichtig. Analyst Kyle Rodda von Capital.com sagte, ein möglicher Deal könne lediglich einem verlängerten Waffenstillstand entsprechen, wie die «Zeit» berichtet.
Ölpreise steigen wieder an
Die neuen Angriffe der USA sorgten gleichzeitig für steigende Ölpreise. Besonders dieser Anstieg belastete die internationalen Aktienmärkte.
Stratege Daisuke Hashizume von Daiwa Securities erklärte gegenüber der «Tagesschau», der Optimismus über ein Friedensabkommen sei bereits eingepreist gewesen. Höhere Ölpreise hätten die Anlegerstimmung deshalb wieder verschlechtert.
Vor allem in Asien wächst die Sorge vor Engpässen bei Rohöl. Mehrere Länder beziehen grosse Teile ihres Erdöls direkt aus der Golfregion.
Infineon gehört zu den grössten Verlierern
Am Frankfurter Aktienmarkt gerieten besonders Technologie- und Luftfahrtwerte unter Druck. Die Aktie von Infineon verlor laut der «Tagesschau» rund zwei Prozent.
Auch MTU und Airbus verzeichneten Kursverluste. Anleger nahmen nach den starken Kursanstiegen der vergangenen Tage verstärkt Gewinne mit.

Wie das «Handelsblatt» berichtet, sackten zusätzlich die Exporterwartungen deutscher Unternehmen ab. Das belastete vor allem exportabhängige Konzerne im DAX.















