Commerzbank lehnt Übernahmeangebot der Unicredit ab
Die Frankfurter Commerzbank lehnt das italienische Übernahmeangebot ab. Die Unicredit will einen Dialog erzwingen.

Die Frankfurter Bank lehnt das Übernahmeangebot der italienischen Unicredit kategorisch ab, berichtet die «Welt».
«Das angekündigte Übernahmeangebot ist nicht mit der Commerzbank abgestimmt», teilte der Frankfurter Dax-Konzern mit.
Die Kommunikation der Unicredit enthalte keine Informationen zu einer wertstiftenden Transaktion. «Das wäre die notwendige Grundlage für etwaige Gespräche», teilte die Bank weiter mit.
Keine Prämie für Aktionäre
Das angekündigte Umtauschverhältnis enthalte faktisch keine Prämie für die Aktionäre, erklärte Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp laut der «Welt».
Die Bank setze weiterhin auf Eigenständigkeit und profitables Wachstum. Die Führung sei überzeugt von der Stärke der eigenen Strategie.
Unicredit-Chef Andrea Orcel kündigte dennoch an, Gespräche erzwingen zu wollen, berichtet das «Handelsblatt». «Unsere Botschaft an die Commerzbank heute ist: Es ist jetzt an der Zeit zu sprechen.»
Gewerkschaft warnt vor Stellenabbau
Der Commerzbank-Betriebsratschef Sascha Uebel nannte das Vorgehen «geschäftsschädigend», wie die «Hessenschau» berichtet.
Dies sei die nächste Stufe der Unverschämtheit und feindlich. Er kündigte deutlichen Widerstand mit allen Möglichkeiten und Mitteln an.

Die Gewerkschaft Verdi befürchtet einen massiven Schrumpfkurs. Sie verweist auf die Übernahme der HVB durch die Unicredit im Jahr 2005.
Italiens Grossbank erhöht Druck auf Commerzbank
Die Unicredit kontrolliert bereits 29,9 Prozent der Anteile, schreibt das «ZDF». Mit dem neuen Angebot will sie die 30-Prozent-Schwelle überschreiten.
Das Tauschverhältnis liegt bei 0,485 Unicredit-Aktien je Commerzbank-Aktie.
Die Bewertung der Frankfurter Bank liegt damit bei rund 35 Milliarden Euro, wie das «Handelsblatt» meldet.












