Clariant verbessert Profitabilität bei tieferem Umsatz
Clariant hat im Geschäftsjahr 2025 trotz Umsatzrückgang die Profitabilität verbessert. Unter dem Strich hat aber ein Sondereffekt das Ergebnis verhagelt. Im laufenden Jahr halten die Herausforderungen im Urteil des Unternehmens an.

Wie Clariant am Donnerstag mitteilte, schrumpfte der Umsatz um 6 Prozent auf 3,91 Milliarden Franken. Ohne Währungseinflüsse wäre der Umsatz unverändert geblieben.
Gleichzeitig spürte Clariant in vielen Märkten eine anhaltend schwache Nachfrage der Kunden. In der Folge sanken die abgesetzten Volumen um 1 Prozent. Die durchschnittlichen Verkaufspreise waren im Vergleich zum Vorjahr stabil. Übernahmen steuerten 1 Prozent bei.
Der Betriebsgewinn auf Stufe EBITDA sank zwar um 2 Prozent auf 643 Millionen Franken, die Marge wurde aber auf 16,4 Prozent von 15,8 Prozent im Vorjahr verbessert. Kosteneinsparungen aus dem laufenden Sparprogramm steuerten hier 50 Millionen Franken bei.
Vor Sondereffekten, also etwa die Kosten für Restrukturierungen ausgeklammert, stieg der EBITDA gar um 5 Prozent auf 697 Millionen Franken. Die entsprechende Marge nahm um 1,8 Prozentpunkte auf 17,8 Prozent zu.
Mit den operativen Zahlen hat Clariant die Erwartungen der Analysten übertroffen.
Am Ende der Erfolgsrechnung stand aber ein Verlust von 41 Millionen Franken, nach einem Überschuss von 280 Millionen im Vorjahr. Denn nach dem Verkauf der Venezuela-Einheit musste ein einmaliger negativer Effekt von 230 Millionen verbucht werden.
Ohne den Effekt hätte man einen Gewinn von 189 Million Franken geschrieben, betonte Clariant.
Clariant schlägt der Generalversammlung vor, die Dividende stabil bei 42 Rappen je Anteil zu lassen. Die Mittel dafür sind vorhanden: Der operative Cashflow lag in der Berichtsperiode bei kaum veränderten 419 Millionen Franken.
Die makroökonomischen Herausforderungen, Unsicherheiten und Risiken würden auch 2026 bestehen bleiben, erklärte Clariant. Man erwarte, dass der in lokalen Währungen ausgewiesene Umsatz in etwa unverändert bleibe. Dabei schmälere die erfolgte Portfoliobereinigung die Verkäufe um rund 1 Prozent.
Vor Sonderposten erwartet das Unternehmen eine EBITDA-Marge 18 Prozent, hiess es weiter. Denn im laufenden Jahr werde der grösste Teil der verbleibenden Kosteneinsparungen von 30 Millionen Franken eingespielt.
Clariant bestätigt zudem seine mittelfristigen Ziele. Spätestens bis zum Jahr 2027 will der Hersteller von Spezialchemikalien seine EBITDA-Marge auf 19 bis 21 Prozent verbessern. Gleichzeitig will Clariant in Lokalwährungen um 4 bis 6 Prozent wachsen. Voraussetzung dafür ist aber, dass der Markt wieder mitspielt.










