Clariant bestätigt nach erstem Halbjahr die Finanzziele
Dem Chemiekonzern Clariant macht der konjunkturelle Gegenwind weiter zu schaffen. Während der Umsatz weiter schrumpfte, legten die Gewinnzahlen aber zu. Die Muttenzer bekräftigen daher ihre Ambitionen für das laufende Jahr.

Von April bis Juni sank der Umsatz um 2,7 Prozent auf 941,3 Millionen Franken, wie Clariant am Freitag mitteilte. Dies ist vor allem auf den negativen Währungseinfluss zurückzuführen, der die Verkäufe um 2,4 Prozent schmälerte.
Die von Clariant abgesetzten Volumen nahmen gleichzeitig um 3,3 Prozent ab. Insbesondere das Geschäft der Division Katalysatoren litt laut dem Unternehmen unter der Lage im Nahen Osten. Kunden hätten Bestellungen verschoben. Auf der anderen Seite hob der Konzern die durchschnittlichen Verkaufspreise um 3 Prozent an.
Der operative Gewinn hingegen profitierte von den verschiedenen Restrukturierungsmassnahmen. Der Betriebsgewinn auf der Stufe EBITDA legte um 2,8 Prozent auf 142,4 Millionen Franken zu und die entsprechende Marge um 0,8 Prozentpunkte auf 15,1 Prozent.
Vor Sondereffekten, also etwa die Kosten für Restrukturierungen ausgeklammert, stieg der EBITDA um 1,5 Prozent auf 171,1 Millionen Franken bei einer Marge von 18,2 Prozent. Der Reingewinn, der nur für das gesamte Halbjahr ausgewiesen wird, lag mit 85 Millionen Franken fast doppelt so hoch wie im Vorjahr.
Mit Blick auf das Geschäftsjahr 2026 bestätigt Clariant die bisherigen Prognosen. Demnach wird in lokalen Währungen ein ungefähr stabiler Umsatz erwartet sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 18 Prozent. Dabei schmälert eine Portfoliobereinigung die Verkäufe um rund 1 Prozent.
Der Konflikt im Nahen Osten dürfte aber den Eingang neuer Aufträge bei den Katalysatoren und im Bereich Oil Services weiter drücken, hiess es. Wachstum wird hingegen in der Division Adsorbents & Additives erwartet.
Die Mittelfristziele wurden ebenfalls bekräftigt. Bis spätestens 2027 soll demnach ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen von 4 bis 6 Prozent erreicht werden. Die ausgewiesene EBITDA-Marge wird bis dahin bei 19 bis 21 Prozent erwartet.










