Muttenz BL: Souveräner 3:0-Derbysieg beim FC Concordia

SV Muttenz
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Der SV Muttenz BL gewann am Samstagabend das Derby beim FC Concordia in Basel 3:0. Die Tore erzielten Miljanovic, Poloni und Freyenmuth.

Dank einer soliden, geschlossenen Mannschaftsleistung gewann der SV Muttenz auswärts das Nordwestschweizer Derby gegen den FC Concordia souverän und auch in dieser Höhe verdient mit 3:0. Die Mannschaft von Trainer Peter Schädler gefiel vor allem durch ihr intaktes Kollektiv. Jeder lief und kämpfte bis zum Schlusspfiff leidenschaftlich, sodass auch der eine oder andere Fehler im Spielaufbau keine Folgen hatte, weil diese solidarisch sofort wieder ausgebügelt wurden.

Zusätzlich spielte ihnen in die Karten, dass Mihael Validzic in der 70. Minute nach der zweiten gelben Karte vorzeitig in die Kabine musste. Basis des klaren Muttenzer Erfolgs war ihre starke, äusserst aufmerksame Abwehr. Deshalb blieb Erin Shala bei seinem dritten Einsatz in dieser Saison das zweite Mal ungeschlagen. Die Basler enttäuschten über weite Strecken.

Sie kamen nicht annähernd an ihre teilweise sehr guten Leistungen in der Vorbereitung heran. Nach der Niederlage eine Woche zuvor im Jura gegen den FC Bassecourt war bei ihnen eine gewisse Verunsicherung unübersehbar.

In der ersten Halbzeit vermochte sich keines der beiden Teams ein klares Übergewicht zu erarbeiten. Weil die Rotschwarzen am eigenen Strafraum unsauber aufbauten, kamen die Gastgeber bereits in der Anfangsphase zu einer ihrer seltenen Möglichkeiten. Denis Temelkov war jedoch zu überrascht, schloss zu überhastet ab und verfehlte daher das Ziel deutlich.

Nach einer Viertelstunde hebelte Nicola Suter mit einem brillanten Pass in die Tiefe die gesamte Congeli Verteidigung aus. Abiran Sambasivam scheiterte aber an der hervorragenden Fussabwehr von Schlussmann Milo Minder. Sechzig Sekunden vor der Pause bereitete Sambasivam die Muttenzer Führung mustergültig vor.

Er übernahm den Ball in der eigenen Hälfte, schüttelte über die linke Seite zwei Gegner ab, düpierte auch noch den ex-Muttenzer Noa Stanic, bevor er quer für Sebastijan Miljanovic auflegte, der sicher vollstreckte. Nach dem Seitenwechsel diktierten die Gäste die Gangart. Im Spiel nach vorne agierten sie nun viel zielstrebiger, während die Hausherren Mühe bekundeten, ihre Aktionen zu lancieren und im Angriff harmlos blieben.

Ihre beiden Halbchancen konnten sie ebenfalls nicht verwerten, da Temelkov den Abschluss vertändelte, und Till Estermann vor dem einschussbereiten Validzic klärte. Auf der Gegenseite häuften sich nun die gefährlichen Situationen vor Minder. Im Anschluss an einen weiten hohen Ball von Shala, den die Abwehr der Einheimischen unterlief, setzte jedoch Suter seinen Heber zu hoch an.

In Überzahl kontrollierten die Baselbieter die Partie abgeklärt. Sie kombinierten ruhig und warteten geduldig ab, bis sich ihnen die Gelegenheit bot, den Match endgültig zu entscheiden. Dies taten sie in der Schlussphase nach einem Corner, als der eingewechselte Diego Poloni den zu kurz abgewehrten Ball direkt, flach in der Ecke platzierte.

Beim dritten Muttenzer Treffer traf Miljanovic zuerst zwar lediglich den Pfosten, Joris Freyenmuth stand allerdings goldrichtig und verwertete den Abpraller mühelos. Danach lagen beide Protagonisten, von Krämpfen geplagt, am Boden. Das war symptomatisch für den Muttenzer Auftritt an diesem frühen Samstagabend, denn jeder tat und gab alles für diesen verdienten Derbysieg.

Concordia: Minder; Yohannes, Stanic, Cuenat, Napoli; Müller (56. Validzic), Kaufmann (80. Kusa), Hasler (80. Spataro), Ascali Chbboub (72. Soland); Würsten; Temelkov.

Muttenz: Shala; Murith, Farinha (46. Estermann), Schweizer, Jankowski; Miljanovic (88. Vranovci), Mah (46. Mumenthaler), Freyenmuth, Sambasivam (80. Poloni); Zünd, Suter.

Am Samstag, 19. September spielt der SV Muttenz um 16 Uhr zu Hause gegen den FC Courtételle. Die Spielweise der Jurassier lag den Rotschwarzen in der Vergangenheit überhaupt nicht. So kassierten sie in der letzten Saison zwei bittere Niederlagen.

Diese negative Serie gilt es nun mit einem überzeugenden Heimsieg zu unterbinden.

Tor auf dem Fussballfeld. (Symbolbild)
Tor auf dem Fussballfeld. (Symbolbild) - Nau.ch / Ueli Hiltpold

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