Chinas Wirtschaft wächst langsamer

Sandra Neumann
Sandra Neumann

China,

Chinas Wirtschaft hat im zweiten Quartal an Tempo verloren. Schwacher Konsum und starke Exporte prägen die aktuelle Entwicklung.

Chinas Wirtschaft
Chinas Wirtschaft kämpft mit schwacher Binnennachfrage und sinkendem Wachstum. (Archivbild) - AFP/Archiv

Chinas Bruttoinlandsprodukt wuchs zwischen April und Juni lediglich um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit fiel das Wachstum schwächer aus als erwartet und erreichte den niedrigsten Stand seit Ende des Jahres 2022.

Analysten hatten mit einem stärkeren Wirtschaftswachstum gerechnet, während die chinesische Regierung höhere Zielwerte für das Gesamtjahr anstrebt. Trotz der Entwicklung verwies das Statistikamt auf äussere Belastungen für die chinesische Wirtschaft während des zweiten Quartals insgesamt.

Wie die «Zeit» berichtet, entwickelten sich Industrie und Aussenhandel weiterhin deutlich robuster als die Binnennachfrage innerhalb Chinas zuletzt. Vor allem Exporte sorgten für stabile Impulse, während Konsum und Immobilienmarkt die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin deutlich belasteten.

Chinas Wirtschaft setzt auf Exporte

Die Industrieproduktion entwickelte sich besser als erwartet und übertraf zuletzt die Prognosen vieler Wirtschaftsexperten sowie internationaler Finanzanalysten deutlich. Zugleich blieb der Aussenhandel eine entscheidende Stütze für das Wirtschaftswachstum der zweitgrössten Volkswirtschaft der Welt weiterhin insgesamt.

Glaubst du, dass Chinas Wirtschaft bald wieder stärker wachsen wird?

Im Juni stiegen die chinesischen Exporte gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich an und sorgten für zusätzlichen Rückenwind der Industrie insgesamt. Damit bleibt der internationale Handel ein wichtiger Faktor für Chinas Wirtschaft und die Ziele der Regierung in Peking.

Laut «FAZ» konnten Industrie und Aussenhandel die schwächere Binnenkonjunktur teilweise ausgleichen, jedoch nicht vollständig kompensieren landesweit zuletzt. Das Wirtschaftswachstum blieb deshalb insgesamt hinter den Erwartungen von Analysten sowie den offiziellen Zielvorgaben der Regierung zurück.

Regierung sucht neue Impulse

Die chinesische Regierung plant weitere Massnahmen zur Stärkung der Binnennachfrage und setzt verstärkt auf Zukunftstechnologien wie künstliche Intelligenz künftig. IT-Dienstleistungen sowie die Produktion moderner Computerchips sollen langfristig zusätzliche Wachstumsimpulse für die Wirtschaft schaffen und sichern.

Chinas Wirtschaft
Chinas Wirtschaft leidet weiter unter der Immobilienkrise und einer schwachen Binnennachfrage. (Archivbild) - keystone

Gleichzeitig belasten die Immobilienkrise und schwacher Konsum Chinas Wirtschaft und erschweren eine nachhaltige Erholung des Binnenmarktes. Auch sinkende Investitionen zeigen, dass die Binnenwirtschaft bislang nur langsam wieder an Dynamik gewinnt und Vertrauen zurückkehrt.

Wie die «Tagesschau» berichtet, sollen neue Fördermassnahmen die Konjunktur beleben und die Abhängigkeit vom Export schrittweise verringern helfen. Die Regierung hofft, dadurch langfristig ein ausgewogeneres Wachstum der chinesischen Wirtschaft erreichen zu können und dauerhaft Stabilität sichern.

Kommentare

User #2421 (nicht angemeldet)

Ist das ein Maskenball?

User #4792 (nicht angemeldet)

aber sie wächst merkt ihr unterschied zu EU

Weiterlesen

Deutschland Maschinenbau
7 Interaktionen
Deutschland
Exporte China Deutschland
9 Interaktionen
Exporte
Journalistin
4 Interaktionen
Peking
Schweizer Technologie
48 Interaktionen
Schweizer Technologie

MEHR IN NEWS

KZ
1 Interaktionen
Krakau/Weimar

MEHR AUS CHINA

Taifun bavi
4 Interaktionen
Taifun
CCTV
4 Interaktionen
Peking
sdf
17 Interaktionen
Tropensturm