China ordnet Giftstoff-Tests für Säuglingsmilch an

Maja Bojic
Maja Bojic

China,

Die Marktregulierungsbehörde in China fordert die Hersteller von Säuglingsnahrung zu Tests auf, nachdem bei einem weltweiten Rückruf Toxine entdeckt wurden.

Babymilchpulver China
China verpflichtet Hersteller von Säuglingsmilch zu umfassenden Produkttests, nachdem Babymilchpulver weltweit wegen möglicher Verunreinigungen zurückgerufen worden ist. (Symbolbild) - depositphotos

China fordert Hersteller von Säuglingsmilch zur umfassenden Testung von Produkten auf, nachdem weltweit Babymilchpuder wegen möglicher Verunreinigungen zurückgerufen wurde. Die Massnahme betrifft internationale und heimische Produzenten gleichermassen und folgt auf Warnungen vor einem bakteriellen Toxin.

Die staatliche Marktregulierungsbehörde in Peking hat Hersteller von Babynahrung angewiesen, Testverfahren einzuführen. Sie sollen das Toxin Cereulid in ihren Produkten systematisch überprüfen.

Fühlst du dich ausreichend über die Rückrufe von Babynahrung informiert?

Diese Anweisung soll sicherstellen, dass potenziell kontaminierte Formeln nicht in den Handel gelangen. «China Daily» berichtet, dass lokale Behörden zudem strengere Überwachungsmassnahmen in der gesamten Produktionskette umsetzen sollen.

Cereulid in Babymilch: Keine Vergiftungsfälle in China

Cereulid entsteht durch bestimmte Stämme des Bakteriums Bacillus cereus. Es kann bei Menschen zu Übelkeit führen.

Ausserdem kann es Erbrechen und Durchfall verursachen, wie die nationalen Behörden erklärten. Bislang seien in China keine Vergiftungsfälle durch Babymilchpuder mit diesem Toxin offiziell bestätigt worden, teilte die Marktregulierungsbehörde mit.

Das «Vermögenszentrum» schreibt, dass seit Dezember bereits mehrere Hersteller Produkte zurückgerufen haben. Darunter befindet sich auch der Schweizer Konzern Nestlé, der Formeln in über 60 Ländern betraf.

China verschärft Tests und Qualitätskontrollen für Säuglingsmilch

Die neuen Anforderungen verlangen von Säuglingsmilchproduzenten, auch eingesetzte Rohstoffe zu testen. Zudem sollen sie Produktionsprozesse und Endprodukte auf die Anwesenheit von Cereulid überprüfen.

Peking fordert ausserdem strenge Qualitätssicherungspraktiken bei der Wareneingangskontrolle und Endproduktfreigabe. Das «Tageblatt» hebt hervor, dass die Herstellungsunternehmen entsprechend angewiesen worden seien, bei Rohstoffen und Qualitätskontrolle besonders sorgfältig vorzugehen.

Babynahrung
Das Schweizer Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen untersuchte mehrere Proben von Babynahrungauf Cereulid. (Symbolbild) - keystone

Die internationalen Rückrufe und die chinesischen Testvorgaben stehen im Kontext globaler Besorgnis über Sicherheitsstandards in der Säuglingsnahrungsindustrie. Experten verweisen darauf, dass die Identifikation und Bekämpfung von lebensmittelbedingten Risiken immer mehr in den Fokus nationaler Behörden rückt.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #5007 (nicht angemeldet)

Ich bin froh, sind meine Kinder längst im Erwachsenenalter, habe ich alle so lange als möglich gestillt und danach auf ein bewährtes Produkt abgestellt, welches von einem seriösen CH-Produzenten hergestellt wurde.

User #1182 (nicht angemeldet)

Was ist mit der Schweizer Milchschwemme ?

Weiterlesen

Babynahrung
11 Interaktionen
Abklärung
Babynahrung
13 Interaktionen
Toxinverdacht
who
4 Interaktionen
Genf

MEHR IN NEWS

Kantonspolizei Nidwalden
Büren NW
3 Interaktionen
Schwyz
Grosser Mythen
Am Grossen Mythen

MEHR AUS CHINA

2 Interaktionen
Peking
Peking
huawei
2 Interaktionen
Trotz Sanktionen
peking
7 Interaktionen
Peking