Cembra steigert Gewinn und baut Autofinanzierungsgeschäft aus
Die Cembra Money Bank hat in der ersten Jahreshälfte 2026 den Gewinn dank weiterer Einsparungen gesteigert. Zudem gab das auf Konsumkredite spezialisierte Institut die Übernahme des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts der spanischen Bank Santander bekannt.

Der Nettoertrag der Cembra Money Bank blieb im ersten Semester mit 267,2 Millionen Franken gegenüber dem Vorjahr stabil, wie das Finanzinstitut am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich stieg der Reingewinn jedoch um 6 Prozent auf 92,3 Millionen Franken.
Hauptgrund für den höheren Gewinn waren weitere Effizienzsteigerungen: So sank der Aufwand verglichen mit der Vorjahresperiode um 9 Prozent auf 60,9 Millionen Franken.
Das Institut übernimmt nun einen «wesentlichen Teil» des Schweizer Fahrzeugfinanzierungsgeschäfts von Santander Consumer Finance. Die Transaktion umfasse ein Finanzierungsportfolio von rund 800 Millionen Franken sowie die beabsichtigte Übertragung von neun Partnerbeziehungen, heisst es.
Der Abschluss der Transaktion soll vorbehaltlich der üblichen Vollzugsbedingungen im November 2026 vollzogen werden. Die Akquisition werde das Fahrzeugfinanzierungsgeschäft von Cembra vor allem im Neuwagensegment deutlich stärken, gibt sich die Bank zuversichtlich.
Der Kauf soll laut den Angaben ab 2027 zu einer Steigerung des Gewinns pro Aktie führen und ab 2028 die Eigenkapitalrendite der Gruppe um rund 25 Basispunkte erhöhen. Finanziert werden soll er durch eine Kombination aus rund 680 Millionen Franken zusätzlicher Fremdfinanzierung und rund 120 Millionen Franken Eigenkapital.
Einschliesslich der einmaligen Effekte aus der geplanten Transaktion erwartet Cembra nun für 2026 eine Eigenkapitalrendite von rund 14 Prozent. Zudem wird zum laufenden Geschäftsjahr unverändert die Zahlung einer Dividende von mindestens 4,60 Franken angestrebt.
Ein Update zu seiner Strategie und seinen Finanzzielen wird Cembra an einem Investorentag Anfang Dezember 2026 präsentieren.






