Stadt Zürich setzt Autobesitzern in autoarmer Siedlung Frist
Die Stadt Zürich hat 64 Bewohner der autoarmen Siedlung Leutschenbach, die unerlaubterweise ein Auto besitzen, aufgefordert, dieses zu verkaufen. Sie haben dafür 60 Tage Zeit, sonst droht ihnen als letzte Konsequenz die Kündigung.

Wer in der autoarmen Siedlung Leutschenbach lebt, verzichtet dafür vertraglich auf ein Auto. Ein Auto wird nur in Ausnahmefällen bewilligt. Doch zahlreiche Mieterinnen und Mieter halten sich nicht an diese Vorschrift, wie aus einem Beitrag von «Tele Züri» vom Mittwoch hervorgeht.
Nun ging die Stadt gegen die betroffenen Mieter vor. «Wir tun alles, um den unerlaubten Autobesitz in der Wohnsiedlung zu vermeiden», sagte Kornel Ringli, Sprecher bei Liegenschaften Stadt Zürich, gegenüber «Tele Zürich».
Konkret machte die Stadt eine systematische Halterabfrage beim Strassenverkehrsamt und stellte fest, dass 64 Personen unerlaubterweise ein Auto besitzen. Insgesamt gibt es in dieser Siedlung rund 370 Wohnungen.
Diesen 64 Autohaltern stellte die Stadt nun ein Ultimatum: Sie müssen innert 60 Tage ihr Fahrzeug verkaufen. Dabei müssen sie der Stadt einen Verkaufsbeleg oder eine andere Bestätigung vorlegen, dass sie das Auto nicht mehr haben oder nicht mehr nutzen, sagte Ringli am Donnerstag gegenüber dem Regionaljournal Zürich-Schaffhausen von Radio SRF.
Wer sich nicht daran halte, müsse als letzte Konsequenz mit der Kündigung des Mietverhältnisses rechnen, sagte Ringli weiter. Das genaue Vorgehen werde dann festgelegt, wenn die Nachkontrollen zeigten, dass weiterhin ein Verstoss gegen den Mietvertrag vorliege.






