Carrefour plant Strategieschwenk

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Frankreich,

Die französische Supermarktkette Carrefour plant einen radikalen Umbau. Um das stagnierende Geschäft wieder auf Vordermann zu bringen, sollen unter anderem am Firmenstammsitz in Boulogne-Billancourt 2400 Arbeitsplätze wegfallen.

Der erst seit gut einem halben Jahr amtierende neue Chef des französischen Handelsriesen Carrefour, Alexandre Bompard, verordnet dem Konzern einen radikalen Umbau.
Der erst seit gut einem halben Jahr amtierende neue Chef des französischen Handelsriesen Carrefour, Alexandre Bompard, verordnet dem Konzern einen radikalen Umbau. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Der französische Handelsriese Carrefour will einen neuen Weg einschlagen.
  • Mit der neuen Strategie will das Unternehmen jährlich mehrere Milliarden Euro einsparen.
  • Dafür werden Stellen gestrichen und ein neuer Strategieschwenk geplant.

Bis 2020 will der Manager jährlich zwei Milliarden Euro (rund 2,4 Milliarden Franken) sparen, wie Carrefour am Dienstag bei der Präsentation der neuen Strategie ankündigte. Dafür will der Konzern seine Belegschaft am Firmensitz in Boulognne-Billancourt reduzieren, insgesamt sollen in Frankreich 2400 Stellen wegfallen – auf freiwilliger Basis. Gleichzeitig plant der Konzern einen Strategieschwenk, dabei geht es etwa den grossflächigen Hypermärkten und zahlreichen Dia-Filialen an den Kragen.

Starke Online-Konkurrenz

Mit dem Umbau reagiert des Chef des französischen Handelsriesen, Alexandre Bompard, auf die veränderten Einkaufsgewohnheiten vieler Kunden, die Carrefour in den vergangenen Jahren in der eigenen Bilanz unsanft zu spüren bekommen hatte. Man kämpfe derzeit mit einer tiefgehenden und weltweiten Umwälzung, teilte der Konzern nun mit.

Seit 2007 sind die Gewinne bei Carrefour um rund zwei Drittel gesunken. Konkurrenz durch Online-Anbieter und spezialisierte Händler machen dem Konzern das Leben schwer, ebenso wie ein Preiskrieg mit den anderen französischen Supermarkt-Rivalen.

Konzernlenker Bompard will nun durch eine Erneuerung des Produktangebotes allein in Frankreich bis 2022 eine Million (rund 1,2 Millionen Franken) neue Kunden hinzugewinnen.

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