Buchhandel hat sich 2023 mit Preissteigerungen über Wasser gehalten

Keystone-SDA
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Zürich,

Die Buchpreise in der Deutschschweiz sind 2023 um durchschnittlich 3,1 Prozent gestiegen, doch die Umsätze halten sich.

Mit Büchern ist  es schwer, Geld zu verdienen. Die Deutschschweizer Buchbranche hat 2023 den Umsatz nur weitgehend gehalten, weil sie die Preise am Ladentisch oder online erhöht hat. (Symbolbild)
Mit Büchern ist es schwer, Geld zu verdienen. Die Deutschschweizer Buchbranche hat 2023 den Umsatz nur gehalten, weil sie die Preise am Ladentisch oder online erhöht hat. (Symbolbild) - sda - Keystone/APA/APA/HELMUT FOHRINGER

Im Buchhandel der Deutschschweiz sind die Preise im Jahr 2023 um durchschnittlich 3,1 Prozent gestiegen. Vor diesem Hintergrund sind die Umsätze nur leicht gesunken. Denn es wurden deutlich weniger Bücher verkauft. Die Deutschschweizer Buchbranche habe ein «durchschnittliches» Jahr hinter sich, schreibt der Schweizer Buchhandels- und Verlagsverband (SBVV) in einer Mitteilung von Donnerstag.

Was das heisst, zeigen erste Zahlen zum abgelaufenen Jahr. Demnach sind die Umsätze in den Buchläden wie im Onlineverkauf um 0,7 Prozent gesunken. Die Zahl der verkauften Bücher ist indes weit stärker, nämlich um 3,7 Prozent, zurückgegangen. Dass die Umsätze 2023 sich gegenüber dem Vorjahr nahezu halten konnten, liegt daran, dass der Buchhandel und die Verlage die Preise erhöht haben: insgesamt um 3,1 Prozent.

Dabei sind E-Books gar um 9,5 Prozent teurer geworden. Mit den Preiserhöhungen haben Handel und Verlage ihre eigenen höheren Kosten zu einem guten Teil an Kundinnen und Kunden weitergegeben. Der SBVV verweist auf gestiegene Kosten für Papier, Energie, Logistik und Mieten. Das sei für eine Branche, «die traditionellerweise eher geringe Erträge erzielt, eine Herausforderung», so der SBVV in seiner Mitteilung.

Rückgang bei den verkauften Büchern

Der Rückgang bei den verkauften Büchern erstreckt sich bei fast allen Kategorien auch auf die E-Books (-0,3 Prozent) – mit einer Ausnahme: Reisebücher. Bei Reisen bestehe offenbar «immer noch ein Nachholbedarf nach der Pandemie», mutmasst der Verband. Zudem verweist der SBVV darauf, dass die Zahlen des Buchhandels die Situation des gesamten Detailhandels spiegelten, der 2023 unter einer allgemein schlechten Konsumentenstimmung gelitten habe.

Daran hat letztlich auch das Weihnachtsgeschäft nichts geändert, das traditionell die Jahresbilanz anhebt. Hingegen sind im Dezember 2023 die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent gesunken. Den Taucher befördert hat besonders der Bereich Sachbücher mit einem Umsatzrückgang von 10,3 Prozent. Für kommenden März stellt der SBVV einen ausführlichen Marktreport 2023 in Aussicht.

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