Breitling-Chef: Nahost-Geschäft wird sehr schnell wieder anziehen
Breitling-Chef Georges Kern gibt sich mit Blick in den Nahen Osten optimistisch. In Richtung der SNB findet er derweil scharfe Worte angesichts des starken Schweizer Frankens, welcher der Uhrenbranche auf den Margen lastet.

Die Golfküstenregion sei für ihn «eine der besten der Welt – mit den besten Fluggesellschaften, den besten Hotels, dem besten Tourismus und der grössten Sicherheit», sagte er im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP am Rande der Genfer Uhrenmesse «Watches and Wonders».
Er vermute, dass sobald einigermassen Ruhe einkehrt, der Markt dort sehr schnell zurückkommen werde. Aufgrund der Infrastruktur und Grundvoraussetzungen brauche die Region nicht so eine lange Phase der Erholung wie in anderen Ländern. «Das Geschäft in Dubai wird sehr schnell wieder anziehen.»
Gleichzeitig betonte Kern aber auch, wie wichtig eine Diversifizierung nach Segmenten und nach Regionen sei, um krisenresistent zu bleiben. So sei etwa der US-Markt in den vergangenen Monaten sehr gut gelaufen, und dort wachse Breitling zweistellig. Auch im laufenden Jahr geht er – trotz der Dauerkrise – von weiterem Wachstum aus. «Ausser, wenn es eine weitere Katastrophe geben würde und beispielsweise China in Taiwan einmarschiert.»
Von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wünscht er sich derweil, gegen den starken Franken zu intervenieren. «Das ist das Thema, das mich aktuell am meisten bewegt, weil da könnte die Schweiz etwas unternehmen», so der Breitling-Chef. «Im Gegensatz zu Dubai oder in der Ukraine.»
Ausserdem forderte Kern den Aufbau eines Staatsfonds: «Wie kann man hier in diesem neuen Umfeld bestehen?» Start-up-Unternehmen würden abwandern, weil sie kein Startkapital bekämen, monierte er. Die Aufgabe der Politik sei es, die bestmöglichen Rahmenbedingungen zu schaffen. «Ich habe nicht das Gefühl, dass das hier gemacht wird.»










