Erstmals seit Februar fiel der Bitcoin unter die Marke von 40'000 Dollar. Der Markt für Kryptowährungen steht momentan unter grossem Druck.
Kryptowährung Bitcoin
Der Bitcoin ist die älteste Kryptowährung. (Symbolbild) - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Erstmals seit Februar fiel der Bitcoin unter die Marke von 40'000 Dollar.
  • Gegenüber der Vorwoche verlor die Kryptowährung mehr als 30 Prozent an Wert.

Der Markt für Kryptowährungen steht momentan unter grossem Druck. Nach dem Boom der letzten Wochen und Monate fallen die Kurse nach den jüngsten Korrekturen weiterhin ungebremst. Erstmals seit Februar fiel der Bitcoin unter die Marke von 40'000 Dollar.

Am Mittwochvormittag notiert der Kurs der «Krypto-Leitwährung» Bitcoin auf der Plattform Bitstamp bei rund 39'300 Dollar und damit mehr als 30 Prozent tiefer als in der Vorwoche. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Bitcoin aber immer noch über 300 Prozent im Plus. Der Anteil am Gesamtmarkt ist indes mit 39 Prozent in etwa stabil geblieben.

Daran lässt sich auch erkennen, dass sich der restliche Kryptomarkt im Sog der bekanntesten Kryptowährung ebenfalls im freien Fall befindet. Die meisten der nach Marktkapitalisierung grössten Kryptowährungen verlieren auf Wochensicht teilweise über ein Drittel an Wert.

Elon Musk als Auslöser für Absturz

Hauptauslöser der Korrektur seit den Rekordständen ist Tesla-Chef Elon Musk. Dieser kündigte zuletzt den Rückzug von Bitcoin-Zahlungen bei Tesla aufgrund der schlechten Energiebilanz der Kryptowährung an. Damit sorgte der Elektroautobauer für beträchtliche Unsicherheit am Markt, nachdem Tesla zuvor nicht nur Zahlungen mit der Kryptowährung akzeptierte, sondern auch Bitcoins in die Bilanz aufnahm.

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Elon Musk ist Gründer und CEO von Tesla. (Archivbild) - Keystone

Zusätzlichen Druck spüren die Märkte für Blockchain-Währungen nun durch Aussagen der chinesischen Zentralbank. Diese betonte erneut, dass Digitalwährungen nicht als Zahlungsmittel genutzt werden dürfen. «Die chinesische Position zu Kryptowährungen war von Anfang an klar», schreibt Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst bei der Schweizer Online-Bank Swissquote, in einem Kommentar zur Marktlage.

Nicht erster Fall von massivem Wertverlust

Die erneute Mahnung der chinesischen Behörden sei daher sicherlich nichts Neues. Die Haut der Krypto-Investoren sei aber nach den jüngsten Negativschlagzeilen dünn geworden und der Markt reagiere empfindlich auf weitere negative Botschaften. Ozkardeskaya erinnert zudem daran, dass der Bitcoin-Preis nach dem letzten Boom vor drei Jahren und einem Hoch von 20'000 Dollar zeitweise auf rund 3000 Dollar zurückgefallen sei.

«Die Titanic ist aus Eisen, und sie kann sinken», umschreibt der Analyst den volatilen Kryptomarkt. Dies im Hinterkopf zu behalten gelte es umso mehr, weil der globale Risikoappetit momentan sowieso begrenzt sei.

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