Bayer-Betriebsrat hält Monsanto-Übernahme trotz Klagen für richtig

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    Der Betriebsrat des Chemieriesen Bayer hält die Übernahme des US-Unternehmens Monsanto trotz der jüngsten juristischen Niederlage für richtig.

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    Die Rechtsstreitigkeiten um Glyphosat wirkten sich über Jahre auf die Börsenbewertung von Bayer aus. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Vize: Einzelne Mitarbeiter wegen Glyphosat-Verfahren beunruhigt.

    Zwar beschäftigten die Glyphosat-Klagen auch die Belegschaft und «einzelne Mitarbeiter sind auch beunruhigt», sagte der stellvertretende Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Heinz-Georg Webers, der «Rheinischen Post» vom Freitag. «Wir haben aber weiter Vertrauen in den Vorstand, dass die strategische Entscheidung, Monsanto zu übernehmen, richtig war.»

    Eine Jury im US-Bundesstaat Kalifornien hatte am Mittwoch befunden, dass Monsanto nicht ausreichend vor den Risiken des Einsatzes des glyphosathaltigen Unkrautvernichtungsmittels Roundup gewarnt habe. Monsanto muss demnach fast 81 Millionen Dollar (knapp 72 Millionen Euro) an einen an Krebs erkrankten Kläger aus den USA zahlen. Bayer büsste daraufhin erneut an Börsenwert ein - seit der Übernahme von Monsanto im vergangenen Jahr ging der Aktienkurs bereits um mehr als 45 Prozent zurück.

    Bayer erklärte dazu, das Unternehmen sei «über das Urteil der Jury enttäuscht», und kündigte Rechtsmittel an. Der Konzern bekräftigte seine Ansicht, wonach das Herbizid nicht krebserregend sei. Zudem habe das Urteil keinen Einfluss auf künftige Fälle - jedes künftige Verfahren sei «gesondert zu betrachten». Bei US-Gerichten gingen bereits mehrere tausend Klagen von Krebskranken ein.

    «Wir hoffen, dass Bayer sich in den Berufungsverfahren durchsetzen kann», sagte Webers vom Bayer-Betriebsrat der «Rheinischen Post». Das Unternehmen sei «erfahren mit Produkthaftungsklagen».

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