Aryzta schliesst zwei deutsche Werke - 600 Mitarbeitende betroffen
Der Backwarenanbieter Aryzta bündelt die Produktion in Deutschland an einem Standort und schliesst zwei Werke. Davon sind mehrere Hundert Mitarbeiter betroffen.

Die Produktion für den Detailhandel und den Foodservice-Bereich in Deutschland soll am Standort Eisleben in Sachsen-Anhalt gebündelt werden, heisst es in einer Mitteilung vom Montag. Von der Schliessung der Standorte in Gerolzhofen (Bayern) und Nordhausen (Thüringen) seien rund 600 Mitarbeitende betroffen, sagte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP.
Der Schweizer Tiefkühlbackwaren-Konzern war seit geraumer Zeit kaum noch gewachsen und hatte vor allem Probleme im nördlichen Nachbarland. Im August kündigte Aryzta eine Überprüfung der deutschen Geschäftsaktivitäten an. Die unsichere Zukunft rund um das wichtige Deutschland-Geschäft belastete auch den Aktienkurs.
Produktportfolio wird gestrafft
Im deutschen Portfolio sollen laut Aryzta nun Produkte und Produktlinien mit geringerem Volumen sowie strukturell geringerer Rentabilität aufgegeben werden, was während der Umsetzung zu einem leichten Umsatzrückgang in Deutschland in Höhe von rund 35 bis 40 Millionen Euro führen könnte. Die Massnahmen sollen die EBITDA-Marge auf Gruppenebene mittelfristig allerdings um 60 bis 80 Basispunkte verbessern.
Die Pläne würden voraussichtlich Einmalkosten in Höhe von rund 56 bis 61 Millionen Euro verursachen. Umsetzen will sie Aryzta hauptsächlich in den Jahren 2026 und 2027, wobei die entsprechenden Rückstellungen im Geschäftsjahr 2026 verbucht würden.
Mit den am Montag angekündigten Massnahmen zur Verbesserung der Performance sei die Überprüfung in Deutschland jetzt abgeschlossen, sagte der Sprecher weiter. «Deutschland bleibt für Aryzta ein wichtiger Markt», hiess es zudem auf die Frage, ob das Unternehmen also grundsätzlich am Deutschland-Geschäft festhalten werde.






