Apple profitiert vom iPhone-Boom – doch Chips werden knapp
Apple hat im Weihnachtsquartal ein Rekordgeschäft mit dem iPhone erzielt, kämpft nun jedoch mit Engpässen bei Chipsystemen für die weitere Produktion.

Apple verzeichnete im Weihnachtsquartal ein aussergewöhnliches Rekordgeschäft mit seinen iPhones. Das iPhone-Geschäft wuchs im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 85,3 Milliarden Dollar (65,5 Milliarden Franken), berichtet das «Handelsblatt».
Die Nachfrage nach den neuen Modellen habe die eigenen Erwartungen übertroffen, wie Konzernchef Tim Cook laut dem «Handelsblatt» sagt. Das Jahr endete mit nur noch geringen Lagerbeständen für das kalifornische Technologieunternehmen.
Jetzt benötigt Apple dringend mehr Chipsysteme für die weitere iPhone-Produktion. Bei den Fertigern gebe es weniger Flexibilität als sonst für zusätzliche Aufträge, stellte Cook fest.
Nvidia konkurriert um KI-Chips
Aktuell sei nicht absehbar, wie schnell die Lieferengpässe überwunden werden können. Der Konzern rechnet laut «Reuters» im laufenden Quartal mit einem Umsatzwachstum zwischen 13 und 16 Prozent.
Dem Technologieunternehmen dürfte die rasende Nachfrage nach KI-Chips vor allem von Nvidia in die Quere kommen. Beide Unternehmen lassen ihre Chips beim taiwanischen Auftragsfertiger TSMC produzieren, schreibt das «Handelsblatt».
TSMC stösst dabei zunehmend an seine Kapazitätsgrenzen bei den modernsten Fertigungsknoten. Nach Angaben von «Culpium» könnte Nvidia Apple bereits 2025 als grössten TSMC-Kunden überholt haben.
Speicherchips werden massiv teurer
Ein einzelner KI-Beschleuniger von Nvidia benötigt deutlich mehr Waferfläche als ein iPhone-Prozessor. Die KI-Chips nehmen mittlerweile 58 Prozent von TSMCs Umsatz ein, berichtet «AppleInsider».

Der beschleunigte Ausbau von Rechenzentren für Künstliche Intelligenz treibt auch die Speicherchip-Preise nach oben. Apple braucht ebenfalls grosse Mengen dieser Chips für seine Geräte.
Im vergangenen Quartal hatten die Preiserhöhungen nur minimale Folgen für den Tech-Riesen. Im laufenden Vierteljahr werde der Effekt etwas stärker sein, sagte Cook laut dem «Handelsblatt».
Apple mit Rekordgewinn trotz Engpässen
Apple verdiente in den vergangenen drei Monaten knapp 42 Milliarden Dollar (32,2 Milliarden Franken) netto. Das entspricht einem Gewinnanstieg von rund 16 Prozent im Jahresvergleich, meldet das «Handelsblatt».
Der Quartalsumsatz stieg ebenfalls um etwa 16 Prozent auf 143,8 Milliarden Dollar (110,1 Milliarden Franken). Auch das China-Geschäft kam nach zwischenzeitlicher Schwäche wieder in Schwung.
Nach Berechnungen von Marktforschern stiess das kalifornische Technologieunternehmen 2025 Samsung als Smartphone-Marktführer vom Thron. Ein Viertel aller weltweiten Smartphone-Auslieferungen entfiel im vierten Quartal 2025 auf Apple, berichtet «Macerkopf».
















