Die Aktien von GlobalFoundries werden jetzt an der Nasdaq gehandelt. Der Chip-Auftragsfertiger zählt zu den wertvollsten Börsenneulingen in den USA dieses Jahr.
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Der Halbleiterhersteller Globalfoundries erweitert die Produktion in diesem Jahr enorm. - Keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Donnerstag werden die GlobalFoundries-Aktien an der Nasdaq gehandelt.
  • Der Zeitpunkt für den Börsengang ist günstig.
  • Während der Corona-Pandemie hat die Nachfrage nach Chips zugenommen.

Der Chip-Auftragsfertiger GlobalFoundries hat den Sprung an die US-Technologiebörse Nasdaq geschafft. Mit dem Börsengang erlöst das Unternehmen, das in Dresden das grösste Halbleiterwerk Europas betreibt, knapp 2,6 Milliarden Dollar. Mit einem Börsenwert von rund 26 Milliarden Dollar gehört GlobalFoundries zu den wertvollsten Börsenneulingen in den USA in diesem Jahr.

Die 55 Millionen Aktien wurden nach Unternehmensangaben zu einem Preis von 47 Dollar zugeteilt, am oberen Ende der Spanne.

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Die Halbleiter-Nachfrage führt zu einem weltweiten Mangel. (Symbolbild) - Keystone

Am Donnerstag werden sie zum ersten Mal an der Nasdaq gehandelt. Fondsgesellschaften wie BlackRock, Fidelity und Columbia sowie der Chipkonzern Qualcomm nutzten den Börsengang zum Einstieg.

Der Zeitpunkt für den Börsengang von GlobalFoundries ist günstig. Die Nachfrage nach Chips für die Auto- und die Elektronik-Industrie hat seit der Corona-Pandemie zugenommen; viele Chip-Hersteller haben inzwischen Lieferschwierigkeiten.

GlobalFoundries weltweit Nummer drei

GlobalFoundries hat den Umsatz in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gesteigert und seine Verluste abgebaut. 1,42 Milliarden Dollar vom Emissionserlös gehen an das Unternehmen selbst. Der Rest an den Staatsfonds des Emirats Abu Dhabi, Mubadala.

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Eine Auszubildende zur Mikrotechnologin trägt in einem Automatisierungslabor des Chiphersteller Globalfoundries (GF) in Dresden ein Kunststoffgehäuse zum Transport von Siliziumwafern. Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

GlobalFoundries war entstanden, als Mubadala vor zwölf Jahren die Produktion des Chip-Konzerns Advanced Micro Devices (AMD) übernahm. Und mit Chartered Semiconductor Manufacturing aus Singapur fusionierte.

Heute ist die Firma die Nummer drei weltweit unter den wichtigen Auftragsfertigern, die keine eigenen Chips entwickeln. Sondern für andere Unternehmen produzieren. GlobalFoundries ist unter anderem für AMD und für Broadcom tätig. Marktführer ist TSMC aus Taiwan vor der südkoreaniscghen Samsung.

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