Airlines kämpfen mit massive Einschnitten gegen Coronavirus-Krise

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    Grossbritannien,

    Airlines weltweit stemmen sich mit drastischen Einschnitten gegen die historische Coronavirus-Krise.

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    Das Lufthansa-Logo. (Symbolbild) - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Lufthansa streicht Kapazität für Langstreckenflüge um bis zu 90 Prozent.

    Die Lufthansa-Gruppe kündigte an, die Kapazität ihrer Langstreckenflüge um bis zu 90 Prozent einzudampfen, die Tochter Austrian Airlines will ihre Flüge sogar komplett einstellen. Auch andere internationale Airlines kündigten harte Einschnitte an. Rufen nach weitergehender staatlicher Unterstützung wie ein Einstieg des Staates erteilte das Bundeswirtschaftsministerium eine Absage.

    Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das Reisen zwang die Lufthansa-Gruppe am Montag zu einer weiteren Reduzierung ihrer Sitzplatzkapazität. Diese werde ab Dienstag bei Langstreckenflügen um 90 Prozent gesenkt, erklärte das Unternehmen. Innerhalb Europas werde das Flugprogramm ebenfalls weiter reduziert. Ab Dienstag sollen demnach nur noch rund 20 Prozent der ursprünglich geplanten Sitzplatzkapazität angeboten werden.

    Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines ging einen Schritt weiter und stellt all ihre Flüge ab Mittwochnacht komplett ein. Der Schritt gilt vorerst bis zum 28. März. Nur ein Lang- und ein Mittelstreckenflugzeug bleiben demnach für Hilfsflüge im Einsatz.

    Drastische Einschnitte im Angebot meldeten auch andere internationale Airlines. Die British-Airways-Mutter IAG teilte mit, sie werde ihre Kapazitäten im April und Mai um mindestens 75 Prozent im Vorjahresvergleich reduzieren. Zur IAG-Gruppe gehören auch die spanische Iberia, die irische Aer Lingus und die Billiglinien Level und Vueling.

    Konkurrent Easyjet warnte, kurzfristig werde wegen der Einschränkungen die Mehrheit der Flotte am Boden bleiben. Auch Air France-KLM wird nach Angaben vom Montag im April und Mai zwischen 70 und 90 Prozent der Flüge streichen. Die finanziellen Auswirkungen seien noch nicht absehbar.

    In den USA kündigte American Airlines ebenfalls eine Reduzierung der internationalen Flüge um 75 Prozent an. Dies gelte zunächst bis zum 6. Mai. Die Flüge innerhalb der USA würden im April um 20 Prozent gekappt. Die Konkurrenten Delta und Southwest kündigten ebenfalls stark ausgedünnte Flugpläne an, nannten aber noch keine Zahlen.

    In Neuseeland streicht Air New Zealand 85 Prozent der Langstreckenflüge; der Handel mit den Aktien der Airline wurde am Montag ausgesetzt. Unternehmenschef Greg Foran kündigte Stellenstreichungen an, nannte aber keine Zahlen.

    Der Luftfahrtkoordinator der Bundesregierung, Thomas Jarzombek (CDU), bezeichnete die Luftfahrt in der Krisenzeit als «systemrelevant». Dies gelte insbesondere für Frachtflüge, über die auch dringend benötigte medizinische Güter importiert werden, sagte er bei einem Treffen im Wirtschaftsministerium mit Vertretern von Unternehmen und Gewerkschaften.

    Bei dem Treffen sei erneut über die bereits am Freitag von der Bundesregierung verkündeten Mittel im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gesprochen worden, sagte Jarzombek. Er nannte die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes, Liquiditätshilfen und Stundungen von Steuern und Abgaben.

    Bei dem Treffen sei erneut über die bereits am Freitag von der Bundesregierung verkündeten Mittel im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie gesprochen worden, sagte Jarzombek. Er nannte die Ausweitung des Kurzarbeitergeldes, Liquiditätshilfen und Stundungen von Steuern und Abgaben.

    Forderungen nach weitergehenden Massnahmen erteilte Jarzombek vorerst eine Absage. Es bestehe zunächst «keine Notwendigkeit» für eine Neubewertung. Auch ein Beteiligung des Staats an der Lufthansa «ist nicht das Ziel» der Bundesregierung.

    Forderungen nach weitergehenden Massnahmen erteilte Jarzombek vorerst eine Absage. Es bestehe zunächst «keine Notwendigkeit» für eine Neubewertung. Auch ein Beteiligung des Staats an der Lufthansa «ist nicht das Ziel» der Bundesregierung.

    Zuvor hatte sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dafür ausgesprochen, die Luftverkehrsbranche kräftig zu unterstützen: «Es ist in mehrfacher Hinsicht im Sinne der Verbraucher, wenn die Flugunternehmen vor der Pleite gerettet werden», sagte die Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim vzbv, Marion Jungbluth, dem «Handelsblatt».

    Zuvor hatte sich der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) dafür ausgesprochen, die Luftverkehrsbranche kräftig zu unterstützen: «Es ist in mehrfacher Hinsicht im Sinne der Verbraucher, wenn die Flugunternehmen vor der Pleite gerettet werden», sagte die Leiterin des Teams Mobilität und Reisen beim vzbv, Marion Jungbluth, dem «Handelsblatt».

    Im Falle einer Insolvenz wären Kundengelder nicht abgesichert. «Zudem ist ein funktionierender Wettbewerb notwendig, um weiterhin ein attraktives Angebot an Strecken und Preisen für Verbraucher aufrechtzuerhalten.»

    Im Falle einer Insolvenz wären Kundengelder nicht abgesichert. «Zudem ist ein funktionierender Wettbewerb notwendig, um weiterhin ein attraktives Angebot an Strecken und Preisen für Verbraucher aufrechtzuerhalten.»

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