Agrovision Burgrain schliesst vier Selbstbedienungshofläden
Die Agrovision Burgrain AG schliesst per April vier Selbstbedienungshofläden in den Kantonen Luzern, Aargau und Zug. Fünf Vollzeitstellen werden gestrichen, wie das Bio-Unternehmen am Montag mitteilte.

Als Grund nennt die Agrovision Burgrain AG die «anhaltende politische Unsicherheit» über die Ladenöffnungszeiten im Kanton Luzern. Diese verunmögliche eine «verlässliche wirtschaftliche Planung», hiess es im Communiqué. Für einen betriebswirtschaftlichen Betrieb wären acht bis zehn Standorte notwendig, so das Unternehmen.
Zwar hat das Luzerner Kantonsparlament am Montag längere Öffnungszeiten für unbediente Läden bis 30 Quadratmeter Verkaufsfläche beschlossen, doch SVP und SP kündigten das Referendum an. Eine rasche gesetzliche Klärung für Hofläden dürfte sich damit verzögern. Das letzte Wort hat voraussichtlich das Stimmvolk.
Vier bestehenden Hofläden seien unter den aktuellen Bedingungen «nicht kostendeckend», teilte Agrovision Burgrain mit. Die vier Standorte befinden sich in Meggen LU, Cham ZG, Rotkreuz ZG und Zofingen AG, wie Verwaltungsratspräsident Robert Küng auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte. Der Entscheid führt zum Abbau von fünf Vollzeitstellen, betroffen sind laut Communiqué acht Mitarbeitende. Für sie wurde ein Sozialplan erstellt.
Laut der Mitteilung will sich die Agrovision Burgrain stärker auf «wirtschaftlich stabile» Geschäftsfelder konzentrieren. Vom Entscheid nicht betroffen ist der Ausflugsort Burgrain in Alberswil. Der Erlebnis-Biohof mit Hofladen, Restaurant und Verwaltung bleibt bestehen und soll weiter ausgebaut werden.
Die Agrovision mit Sitz in Alberswil LU beschäftigt laut eigenen Angaben rund 75 Mitarbeitende.






