AEW Energie erhöht Strompreise 2027 um rund sieben Prozent
Die Aargauer AEW Energie AG hat eine Erhöhung der Stromtarife in der Grundversorgung per 1. Januar 2027 um rund sieben Prozent angekündigt. Höhere Netzkosten überwiegen dabei sinkende Beschaffungskosten.

Für einen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4500 Kilowattstunden bedeutet dies Mehrkosten von rund 88 Franken im Jahr, wie AEW Energie am Montag mitteilte. Ein Gewerbekunde mit einem jährlichen Verbrauch von 63'000 Kilowattstunden bezahlt demnach ab 2027 rund 1131 Franken beziehungsweise 6,7 Prozent mehr.
Grund für den Preisanstieg seien primär höhere Kosten für das Stromnetz, welche die sinkenden Kosten bei der Energiebeschaffung übertreffen, hiess es. Die Tarife für die reine Energielieferung würden per Anfang 2027 um rund neun Prozent sinken.
2025 rund 60 Millionen Franken investiert
Um das Stromnetz für den Zubau von Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladestationen für Elektrofahrzeuge fit zu machen, müsse es laufend ausgebaut und modernisiert werden. Die AEW Energie habe im Jahr 2025 rund 60 Millionen Franken in die Netzinfrastruktur investiert, hiess es in der Medienmitteilung.
Zudem verteilen sich die Netzkosten wegen des steigenden Eigenversorgungsgrads und des rückläufigen Stromabsatzes auf weniger bezogene Kilowattstunden, wie das Energieunternehmen erläuterte. Der Abbau regulatorischer Deckungsdifferenzen aus früheren Jahren sowie leicht sinkende gesetzliche Abgaben beeinflussten den Preis zusätzlich.
Ab 2027 führt die AEW den dynamischen Energie- und Netznutzungstarif für ihre Privat- und Gewerbekunden ein. Damit werde das Tarifangebot erweitert. Bei einem dynamischen Tarif sei der Strompreis nicht zu jeder Tageszeit gleich, sondern richte sich nach der aktuellen Preissituation. Die AEW Energie AG ist ein selbstständiges Unternehmen des Kantons Aargau.










