Rave-Schüsse: Tote (†22) ist Italienerin – Meloni fordert Aufklärung
Bei einer Veranstaltung in Aarau kam es in der Nacht zu Schüssen. Die Aargauer Polizei spricht von einem Todesopfer und fünf teils Schwerverletzten. Der Ticker.

Das Wichtigste in Kürze
- Im Aarauer Schachen wurden bei einer Rave-Party Schüsse abgegeben.
- Laut der Polizei gibt es ein Todesopfer (†22) und fünf zum Teil schwerverletzte Personen.
- Das Gebiet ist grossräumig abgesperrt, die Polizei fahndet nach unbekannter Täterschaft.
In Aarau läuft ein Grosseinsatz. Laut Angaben der Kantonspolizei Aargau fielen in den frühen Morgenstunden bei einer Rave-Party Schüsse. Der Vorfall ereignete sich bei der Pferderennbahn im Schachen.
Die Polizei schreibt auf X von einem Todesopfer: «Nach vorläufigen Erkenntnissen haben die nächtlichen Schüsse in Aarau sechs Opfer gefordert. Eine 22-jährige Frau erlag vor Ort ihren Verletzungen. Leicht bis schwer verletzt im Spital befinden sich vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren.»
Wer geschossen hat und ob es zu Festnahmen kam, ist unklar. Die Fahndung nach der unbekannten Täterschaft laufe.
«Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau ist mit einem Grossaufgebot im Einsatz und hat ihre Ermittlungen aufgenommen.»

Pascal Wenzel, Mediensprecher der Aargauer Kantonspolizei, sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Morgen vor Ort, die Meldung über die Schüsse seien kurz nach 2.30 Uhr in der Nacht bei der Polizei eingegangen. In der Folge seien die Polizei und Rettungskräfte ausgerückt. Auch ein Helikopter kam zum Einsatz.
«Das Gelände um die Pferderennbahn, das Schwimmbad und den Sportplatz ist grossräumig gesperrt. Die Polizei bittet die Bevölkerung, dem Gebiet fernzubleiben», schreibt die Polizei auf X. Videos und Bilder sollen an den Instagram-Kanal «Kantonspolizei_Aargau» geschickt werden.
Ticker
Um 18.30 Uhr kommt es zur zweiten Pressekonferenz nach den Schüssen in Aarau.

Auch Nau.ch ist vor Ort. Der Saal ist voll. Selbst Pressevertretende aus dem Ausland sind vor Ort.

Die 22-Jährige Frau, die bei der Schiesserei am Rave in Aarau umgekommen ist, ist italienische Staatsbürgerin. Nun hat sich auch Italiens Premierministerin Giorgia Meloni zu Wort gemeldet.

Auf X schickt sie Beileidsbekundungen und wünscht allen Betroffenen viel Kraft. Und: Meloni fordert, dass der Vorfall lückenlos aufgeklärt wird.
Zu Wort gemeldet hat sich auch Bundesrat Ignazio Cassis. Er kondolierte seinem Amtskollegen in Rom, Antonio Tajani, am Sonntag offiziell, wie das Aussendepartement in Bern am Sonntag bestätigte.
Nach den Schüssen an einem Rave in Aarau schaltet sich auch Italien nun in den Fall ein, wie der «Corriere della Sera» schreibt. Grund dafür: Bei der getöteten 22-Jährigen soll es sich um eine Italienerin handeln, die in der Schweiz arbeitet. Zudem sollen zwei der Verletzten ebenfalls aus Italien stammen.
Nun soll eine italienische Taskforce in die Schweiz reisen, um die lokalen Behörden zu unterstützen, so die italienische Zeitung weiter.
Die Polizei schliesst aus, dass die Täterschaft irgendwo wieder aktiv und zu einer Gefahr wird. «Aufgrund der ganzen Situation schliessen wir aber aus, dass die Täterschaft wieder irgendwo aktiv werden könnte und zu einer neuen Gefahr werden könnte.»
Noch gäbe es keine Erkenntnisse zur Täterschaft oder zu einem Motiv. Es müsse davon ausgegangen werden, dass eine «grössere Zahl» Schüsse gefallen sei, sagte er.

Der Aargauer Regierungsrat ist laut einem Beitrag auf der Kurznachrichtenplattform X «tief betroffen über die Gewalttat in Aarau». Er verurteile diese.

Seine Gedanken seien bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen Menschen, die dieses schreckliche Ereignis hätten miterleben müssen. Der Aargauer Regierungsrat dankt «den Einsatzkräften und allen Beteiligten», wie es im am Sonntagmittag veröffentlichten Beitrag weiter heisst.
Die britische DJane Henri Bergmann, die als Headliner-Act am Aarauer Rave aufgetreten ist, hat sich auf Instagram zur Schiesserei geäussert. «Ich bin ok, ich ging kurz bevor es geschah», schrieb Bergmann in ihrer Instagram-Story auf Englisch.
In Gedanken sei sie bei allen, die immer noch da gewesen seien, schrieb die DJane weiter. Es sei «erschreckend», dass der Täter immer noch auf der Flucht sei.
Sie teilte zudem Medienberichte und versah sie mit einem Emoji, das ein gebrochenes Herz darstellt. Bergmann war bis kurz vor Mitternacht an der Party im Aarauer Schachen aufgetreten.
Der Veranstalter des Aarauer Raves, bei dem es in der Nacht auf Sonntag zur tödlichen Schiesserei kam, hat sich zu Wort gemeldet.
«Der hinterhältige Anschlag auf die Gäste des Aarauer Raves hat unsere Herzen gebrochen», zitieren Medien aus einem Schreiben des Managing Partner des Veranstalters. Die Leute seien schockiert, erschüttert und traurig.
Ein Rave solle immer ein Ort der Freude und der Liebe sein. «Niemals ein Ort, an dem Menschen getötet, verletzt und in Angst versetzt werden.»

Der Veranstalter spricht den Opfern und deren Angehörigen aufrichtige Anteilnahme aus und dankt der Polizei sowie den Rettungskräften. Man werde «alles in unserer Macht stehende tun», um die Polizei zu unterstützen.
Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat seien noch unklar, hiess es am Sonntagmittag seitens Polizeisprecher gegenüber einer Reporterin von Keystone-SDA. Noch sei keine Festnahme erfolgt. Die Polizei ging davon aus, dass sich die Täterschaft nicht mehr im Raum Aarau aufhalte.
Die deutsche Polizei beteiligt sich an der Fahndung nach der Täterschaft im Zusammenhang mit der Schiesserei an der Aarauer Rave-Party. Es handle sich um ein Routineverfahren im Rahmen der polizeilichen Zusammenarbeit, sagte ein Sprecher der Polizei in Freiburg (D) zur Nachrichtenagentur DPA.

Zu den in Deutschland durchgeführten Massnahmen wurden keine weiteren Einzelheiten bekannt gegeben. Nach dem oder den Tätern wird aktiv gefahndet.
In der Schweiz wiederum waren am Sonntagmittag weit über 100 Polizistinnen und Polizisten im Einsatz, wie Pascal Wenzel, Sprecher der Kantonspolizei Aargau, zu einer Reporterin von Keystone-SDA vor Ort sagte.
Bei der Verstorbenen handelt es sich laut der Kantonspolizei Aargau um eine 22-jährige Frau. Sie erlag vor Ort ihren verletzungen. «Leicht bis schwer verletzt im Spital befinden sich vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren.»
++Nach vorläufigen Erkenntnissen haben die nächtlichen Schüsse in Aarau sechs Opfer gefordert. Eine 22-jährige Frau erlag vor Ort ihren Verletzungen. Leicht bis schwer verletzt im Spital befinden sich vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 27 Jahren.
— Kapo_Aargau (@Kapo_Aargau) August 30, 2026
Alle Opfer haben laut der Polizei ihren Wohnsitz in der Schweiz. Für Angehörige und Augenzeugen hat die Kantonspolizei eine Info-Line eingerichtet
Der am Event aufgetretene Techno-DJ Tekibo hat sich nach den Schüssen an der Raveparty im Aarauer Schachen am Sonntagmorgen auf Instagram geäussert. Was am Aarauer Rave passiert sei, sei «absolut herzzerreissend» und etwas, das in der Szene nie passieren sollte.
«Techno und Raves sollten ein Ort der Freiheit und Sicherheit sein», schrieb Tekibo in seiner Instagram-Story weiter. Er sei «okay», aber immer noch daran, zu verarbeiten, was geschehen sei, weil er einen «wichtigen Freund» verloren und «nicht die richtigen Worte dafür» habe.

«RIP M», schrieb der DJ zudem. Wer mit dem «wichtigen Freund» gemeint war, blieb am Sonntagmorgen unklar.
Wie die Kantonspolizei Aargau mitteilt, gibt es nach den Schüssen in Aarau ein Todesopfer und fünf teils Schwerverletzte.
«Die Fahndung nach der unbekannten Täterschaft läuft. Mögliche Motive sowie die genauen Umstände der Tat sind noch unklar. Die Kantonspolizei Aargau ist mit einem Grossaufgebot im Einsatz und hat ihre Ermittlungen aufgenommen.»
Schüsse in Menschenmenge
Gegenüber SRF sagte die Kapo, dass die Schüsse in eine Menschenmenge abgefeuert worden seien. Der Vorfall ereignete sich bei der Pferderennbahn im Schachen, wo eine Rave-Party stattfand.
Die Veranstaltenden der Rave-Party im Aarauer Schachen erwarteten rund 2500 Personen an dem Anlass, wie es auf deren Website hiess. Wie viele Personen zum Zeitpunkt der Schiesserei auf dem Gelände waren, blieb vorerst unklar.

«Aufgrund des laufenden polizeilichen Grosseinsatzes bleibt das Schwimmbad Aarau bis auf Weiteres geschlossen. Besucher sollen sich vom Aarauer Schachen fernhalten», teilt die Polizei in einem separaten X-Post mit.
Armee-Helikopter im Einsatz
Laut SRF stehen neben der Kantonspolizei Aargau die Feuerwehr, mehrere Rettungsdienste und das Kantonale Katastrophen Einsatzelement (KKE) des Kantons Aargau im Einsatz. Des Weiteren ist auch ein Super-Puma-Helikopter der Armee beteiligt.





