ABB

ABB dürfte weiterhin Rückenwind spüren

Keystone-SDA
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Zürich,

Der Elektrokonzern ABB dürfte im Schlussquartal weiterhin von Rückenwind profitiert haben. Das Unternehmen präsentiert am Donnerstag die Zahlen erstmals auf Basis der neuen Konzernaufstellung.

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Das Logo des Elektrokonzerns ABB in Zürich. (Archivbild) - keystone

ABB wird erstmals ohne die verkaufte Robotics-Sparte berichten. ABB besteht nun aus den Sparten Electrification, Motion und Automation.

Tendenziell gehen die Experten davon aus, dass ABB auch im vierten Quartal Rückenwind vom Rechenzentren-Boom und einer gestiegenen Nachfrage der Versorger hatte. Das Geschäft im chinesischen Wohnimmobilienmarkt dürfte hingegen erneut geschwächelt haben.

ABB selber versprach für das vierte Quartal ein Wachstum des vergleichbaren Umsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich. Die meisten Analysten gehen davon aus, dass das Unternehmen tiefgestapelt hat und prognostieren höhere Wachstumsraten.

Vontobel-Analyst Mark Diethelm etwa sagt ein Wachstum (auf vergleichbarer Basis) von gut 8 Prozent voraus und befindet sich damit in guter Gesellschaft. Auch beim Bestellungseingang wird deutliches Wachstum erwartet.

Die operative EBITA-Marge ist bei ABB im Schlussquartal aus saisonalen Gründen stets tiefer. Das dürfte 2025 nicht anders gewesen sein. Das Management stellte für das Q4 eine gegenüber dem dritten Quartal um rund 150 Basispunkte tiefere Marge in Aussicht. Damals wurde ein Wert von 19,2 Prozent erreicht. Die Analysten erwarten nun durchschnittlich 18,0 Prozent.

Für das Gesamtjahr sagte das Management nach dem dritten Quartal eine operative Marge «weitgehend am oberen Ende des langfristigen Zielkorridors von 16-19 Prozent» voraus

ABB dürfte ein Ziel für das erste Quartal und für das Gesamtjahr 2026 nennen. Das Überraschungspotenzial hält sich allerdings in Grenzen, nachdem ABB im letzten November neue Mittelfristziele präsentiert hat.

Für den Gesamtkonzern wurde das Ziel für die operative Marge (EBITA) auf 18 bis 22 Prozent angehoben, von zuvor 16 bis 19 Prozent. Unverändert blieb die Zielsetzung für den Umsatz: ABB will organisch um 5 bis 7 Prozent wachsen, zudem sollen weiterhin Zukäufe das Umsatzwachstum um 1 bis 2 Prozent ergänzen. Beide Zielwerte gelten im Durchschnitt über den Konjunkturzyklus. Ergänzende Akquisitionen sollen nun fester Bestandteil der Performance-Kultur von ABB werden.

Möglich ist, dass ABB ein nächstes Aktienrückkaufprogramm ankündigt. Nicht ausgeschlossen ist ausserdem, dass es auf dem Posten des Verwaltungsratspräsidenten zu einem Wechsel kommt. Amtsinhaber Peter Voser feiert im laufenden Jahr seinen 68. Geburtstag und übt die Funktion seit 2015 aus.

lh/ab/rw/cf/to

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