SC Bern

    SCB: Neo-Sportchefin Florence Schelling im grossen Video-Interview

    Nick Mäder
    Nick Mäder, Philipp Kobel

    Bern,

    Nach den verpassten Playoffs in der letzten Saison gibt es beim SCB gleich mehrere personelle Änderungen. Neo-Sportchefin Florence Schelling im Video-Interview.

    00:00 / 00:00

    Interview mit Florence Schelling. - Nau.ch

    Das Wichtigste in Kürze

    • Florence Schelling ist seit Anfangs April Sportchefin des SC Bern.
    • Im Video-Interview mit Nau.ch spricht sie über ihren Start während der Corona-Krise.

    Im April hat der SCB mit der Verpflichtung von Florence Schelling als neue Sportchefin eine kleine Bombe platzen lassen. Auch sie selbst sei vom Anruf von CEO Marc Lüthi überrascht gewesen, sagte die 31-Jährige kurz nach der Vertragsunterzeichnung.

    Mittlerweile ist es um die ehemalige Nati-Eishockey-Torhüterin ruhiger geworden. «Ich habe mich gut in Bern eingelebt und an den Arbeitsalltag gewöhnt», sagt Schelling im Video-Interview mit Nau.ch.

    Die Verpflichtung von Schelling überraschte nicht nur wegen ihres jungen Alters, sondern auch aufgrund gesundheitlicher Umstände. Im Februar 2019 brach sie sich bei einem Skiunfall den sechsten Halswirbel.

    Florence Schelling SCB
    2019 brach sich die neue Sportchefin des SCB, Florence Schelling, bei einem Skiunfall einen Halswirbel. - keystone

    Seither befindet sich die Zürcherin mehrmals pro Woche in der Reha. Auch wenn sie beim SCB zurzeit noch nicht eine Vollzeitstelle besetzt, ginge es ihr gesundheitlich sehr gut. «Ich bin noch nicht bei hundert Prozent, aber nahe dran», ist Schelling überzeugt.

    Doppelte Herausforderung beim SCB

    Dass sie überhaupt in der Lage ist, nach dem Vorfall eine solche Herausforderung anzugehen, ist durchaus erstaunlich. Auch Schelling gibt zu: «Es ist eine unglaubliche Möglichkeit für mich, mit der ich nach meinem Unfall nicht gerechnet hätte.»

    00:00 / 00:00

    Interview mit der neuen Sportchefin des SC Bern, Florence Schelling. - Nau.ch

    Umso mehr freue sie sich auf die kommenden Aufgaben. Diese dürften sich sich aufgrund der Corona-Krise mit Sicherheit nicht vereinfachen. Doch Schelling scheint gelassen: «Ich sehe die Corona-Situation im Bezug auf meine Arbeit sehr positiv.»

    Wie bitte? «Natürlich gibt mir Corona zusätzliche Arbeit. Aber um mich herum geht es allen gleich», erklärt sie. Niemand wisse genau, wie mit der Krise umzugehen ist, weshalb sie die aktuelle Lage nicht als zusätzliche Schwierigkeit sehe.

    Schelling macht sich keinen Druck - trotz Vorbildfunktion

    Und wie schlägt sie sich als Frau in der reinen Hockey-Männerwelt? «Das ist für mich völlig normal» lacht Schelling. «Ich bin in dieser Eishockey-Welt aufgewachsen und habe den Hauptteil meiner Karriere im Männer-Hockey verbracht.»

    Findet der SCB mit Florence Schelling zurück auf die Erfolgsspur?

    Und doch ist Schelling die erste Sportchefin im Schweizer Eishockey. Das sei aber noch lange kein Grund, sich selber unter Druck zu setzen. «Ich will einfach meine Arbeit machen. Wenn wir mit dem SC Bern Erfolg haben, weiss ich, dass ich einen guten Job gemacht habe.»

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    SCB
    56 Interaktionen
    Corona-Fluch
    Don Nachbaur
    7 Interaktionen
    Neo-Coach
    Lüthi SCB
    22 Interaktionen
    Mr. Corona kommt

    MEHR SC BERN

    SC Bern SCL Tigers
    3 Interaktionen
    Biel schlägt Lakers
    SC Bern
    Trotz Vertrag
    Rodrigo Abols
    National League
    SC Bern
    3 Interaktionen
    National League

    MEHR AUS STADT BERN

    Schwanger
    231 Interaktionen
    Baby «Konkurrent»
    parkplatz bussen altersheim
    2 Interaktionen
    Aufgepasst
    YB
    7 Interaktionen
    Statistik zeigt