Tourismus-Chefin: «Was Bern bei Hitzesommern attraktiv macht»
Immer mehr Reisende suchen kühlere Ferienziele. Manuela Angst, CEO von Bern Welcome, erklärt, was der Hitzesommer für den Tourismus in Bern bedeutet.

Wenn die Blätter langsam farbig werden und die Temperaturen sinken, dann steht der Herbst vor der Tür. Bevor wir aber an die gemütlichen Tage zuhause denken, lohnt sich nochmals ein Blick zurück auf einen Sommer, der von starker Hitze und Trockenheit geprägt war.
Die Hitze belastet insbesondere Städte. Dichte Bebauung und versiegelte Flächen speichern die Wärme, gleichzeitig kühlen Städte nachts weniger stark ab als ihr Umland.
Auch in Bern war die Hitze deutlich zu spüren. Einheimische sowie Touristinnen und Touristen suchten gleichermassen nach Abkühlung – an und in der Aare, in schattigen Parks, beim «Glacé schläcke» oder in den Bergen.
Im Tourismus zeichnet sich dabei ein wachsender Trend ab: Unter dem Begriff «Coolcation» suchen Reisende Urlaubsziele mit gemässigten Temperaturen und angenehmen Bedingungen für ihre Ferien.

Der Hitzesommer 2026 ist deshalb auch für uns Anlass, unser Tourismusangebot weiterzudenken. Denn obwohl die Berner Lauben Schatten spenden, kann ein Altstadtbummel an einem heissen Nachmittag wenig attraktiv sein.
Entscheidend ist deshalb nicht nur, wie wir Bern vermarkten, sondern welche Erlebnisse wir unseren Gästen zu welcher Tages- und Jahreszeit anbieten.
Welche Angebote sind denn für unsere Gäste bei Hitze noch attraktiv? Und was müssen wir tun, damit Bern auch in künftigen Hitzesommern eine Stadt bleibt, in der sich Gäste und Einheimische gerne aufhalten?
Zur Autorin
Manuela Angst ist CEO bei Bern Welcome.








