Thomas Werner (SVP) fordert im Gastbeitrag eine eigenständige, verlässliche und leistungsstarke Energieversorgung ohne Technologieverbote.
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Thomas Werner, Präsident der SVP Zug. - zvg
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Das Wichtigste in Kürze

  • Die Energiestrategie 2050 und die Klimastrategie widersprechen sich.
  • Das schreibt der Präsident der Zuger SVP, Thomas Werner, im Gastbeitrag.

Mit der von Mitte-Links vor 6 Jahren durchgeboxten Energiestrategie 2050 wurden wir in die Irre geführt. Die SVP hielt als einzige Partei dagegen, sie zeigte auf, dass diese Strategie zu teuer und mangels Strom unrealistisch sei.

Die Argumente der SVP stellen sich als richtig heraus, wurden aber damals von allen Seiten ins Lächerliche gezogen. Die Bevölkerung wurde im Abstimmungskampf durch Mitte-Links aktiv getäuscht. «Der Stromverbrauch werde sinken, wir könnten den fehlenden Strom (Abschaltung AKW) locker aus dem Ausland importieren», wurde versprochen.

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AKW Gösgen Däniken - Däniken - Nau.ch / Werner Rolli

Mittlerweile wissen wir, dass wir uns vom Ausland abhängig gemacht haben und zu wenig Strom vorhanden ist. Dazu kommt jetzt noch, dass 2017 die Schweiz das Pariser Klima-Übereinkommen ratifizierte. Bundesrätin Sommaruga verpflichtete uns, ohne über dieses Thema eine Volksabstimmung durchzuführen, den Co2-Ausstoss bis 2030 gegenüber dem von 1990 um 50 % zu senken.

Nicht pro Kopf, sondern in absoluten Zahlen! Die Schweiz schaffte es, von 2009 bis 2019 den pro Kopf Ausstoss von CO₂ um über 17 % zu senken. Eigentlich hervorragend!

Strategien im Widerspruch

Wegen der massiven Zuwanderung in die Schweiz ist aber der Ausstoss an CO₂ in absoluten Zahlen im selben Zeitraum um über 5 % gestiegen. All unsere Anstrengungen werden durch die ungebremste, unkontrollierte Zuwanderung zunichtegemacht.

Die Öl- und Gasheizungen sowie die Verbrennungsmotoren sollen gemäss Klimaziel so schnell wie möglich durch strombetriebene Geräte und Fahrzeuge ersetzt werden, was wiederum den Stromverbrauch um ein Vielfaches steigert, Strom ist aber schon jetzt sehr knapp.

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Steigende Energiepreise und die Zukunft von Öl- oder Gasheizungen: Die Verbraucherzentralen in Rheinland-Pfalz erleben derzeit einen Ansturm verunsicherter Menschen. - Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die Energiestrategie 2050 und die Klimastrategie «beissen» sich. Sie stehen in einem krassen Widerspruch zueinander und das will Mitte-Links-Grün einfach nicht wahrhaben. Anstatt das Problem anzuerkennen, bleiben sie stur auf der Schiene ins Verderben.

Aber wir müssen entweder die Klimaziele ändern oder das Technologieverbot zur Produktion von inländischem Strom aufheben. Ansonsten droht die absolute Abhängigkeit vom Ausland oder die Rückentwicklung zu einem Entwicklungsland.

Die SVP setzt sich für eine eigenständige, verlässliche und leistungsstarke Energieversorgung ohne Technologieverbote ein.

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