Klimastreik Schweiz: Fossile Kraftwerke – nein, danke!

    Klimastreik Schweiz
    Klimastreik Schweiz

    Bern,

    Fossile Kleinkraftwerke sollen weiter subventioniert werden. In diesem Gastbeitrag erklärt «Klimastreik Schweiz», weshalb das Vorhaben gestoppt werden müsse.

    Klimastreik
    Der Klimastreik Schweiz will den fossilen Energien ein Ende setzen. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Umweltkommission des Nationalrates will fossile Kleinkraftwerke subventionieren.
    • Für «Klimastreik Schweiz» ist klar: Dieses Vorhaben müsse unbedingt gestoppt werden!
    • Sie fordern Arbeitszeitverkürzungen, um mittels Produktionssenkung Emissionen einzusparen.

    Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass nun auch die Umweltkommission des Nationalrates weitere fossile Kleinkraftwerke, sogenannte Wärme-Kraft-Kopplungsanlagen (WKK), subventionieren möchte. Diese sollen fossil betrieben werden. Neben dem klimaschädlichen Aspekt ist dies Studien der ZHAW und ETH zufolge auch unnötig und teurer. Darum müssen wir dieses Vorhaben verhindern und den Vormarsch der fossilen Energien stoppen!

    Keine weiteren klimaschädlichen Kraftwerke

    Inmitten einer eskalierenden Klimakrise ist klar: Wir müssen so schnell wie möglich netto null Treibhausgasemissionen erreichen. Die Subventionierung von WKK geht in die gegenteilige Richtung: Die Verbrennung von Gas und Öl verursacht hohe Emissionen. Neben der Anheizung der Klimakrise haben die WKK auch andere gefährliche Folgen wie erhöhte Luftverschmutzung oder Lärmbelastung für die lokale Bevölkerung.

    Klimastreik
    Rund 50 Klimaaktivisten protestierten im Oktober 2022 in Birr AG gegen das geplante Ersatz-Kraftwerk. (Archivbild) - keystone

    Im Falle des Reservekraftwerks in Birr beispielsweise können die gesetzlich vorgegebenen Werte nicht eingehalten werden. Zusätzlich sind die Verfahren, mit denen Öl und Gas aus dem Boden extrahiert werden, sehr umweltschädlich. Ein Beispiel dafür ist Fracking, ein Verfahren, bei dem der Boden auf lange Zeit hinaus verseucht und Mensch und Natur von diesen Orten vertrieben werden.

    Lösungen zur Energieeinsparung sind schon lange da

    Sollte vom Parlament ein Gesetz zur Subventionierung solcher fossiler Kleinkraftwerke erlassen werden, erwägt der Klimastreik, das Referendum dagegen zu ergreifen. Es kann nicht sein, dass einmal mehr Geld für fossile Infrastruktur ausgegeben wird, aber für erneuerbare Energien dann wieder «zu wenig Geld» da sei.

    Klimastreik Demo Bern
    Demonstranten protestieren während einem Klimastreik. Aufgenommen am Freitag, 3. März 2023 in Bern - keystone

    Bessere Alternativen wie der Ausbau von erneuerbaren Energien, die Senkung des Energiebedarfs oder die Steigerung der Energieeffizienz sind schon lange bekannt. Nur der politische Wille fehlt weiterhin. Darum ist es nun umso wichtiger, dass wir weiterhin Druck machen und Lösungen vorantreiben sowie Rückschritte – wie die geplanten WKK – verhindern!

    Achten Sie in Ihrem Alltag auf ihren Energieverbrauch?

    Eine gute Massnahme zur Energieeinsparung ist zum Beispiel Arbeitszeitverkürzung. Diese wird bereits seit 2021 im Klimaaktionsplan gefordert und die Umsetzung konkret aufgezeigt. Damit kann die Produktion gesenkt und Energie sowie Treibhausgasemission eingespart werden. Für eine sozial gerechte Erwerbsarbeitszeitverkürzung muss das ganze bei gleichbleibendem Lohn passieren.

    Weiterlesen

    5 Interaktionen
    Arlesheim BL
    64 Interaktionen
    Gastbeitrag
    Klima
    87 Interaktionen
    Globaler Klimastreik

    MEHR KLIMASTREIK

    84 Interaktionen
    «10-Mio.-Schweiz»
    Hamburg
    16 Interaktionen
    Hamburg
    Klimastreik Demo Zürich
    28 Interaktionen
    1000 Teilnehmer
    klimastreik
    85 Interaktionen
    Klimastreik

    MEHR AUS STADT BERN

    2 Interaktionen
    Kritik am Bund
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern
    Kanton Bern