Am Sonntag nahmen rund 90 Personen an der Zürisee-Putzete teil. Aus dem Gewässer wurden reichlich skurrile Dinge gefischt. E-Bikes sind nur der Anfang.
Interview mit Claudia Eisenloh von Scuba Viva zur Seereinigung in Zürich. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Das Wichtigste in Kürze

  • Von 130 Angemeldeten erschienen rund 90 Personen zum CleanUp Day.
  • Die Freiwilligen zogen allerlei Müll aus dem Zürisee.
  • Dazu gehören Pneus, E-Bikes, Dosen, Flaschen und insbesondere Zigistummel.

Den gestrigen Sonntag haben einige Zürcher statt zum Brunchen oder Ausschlafen zum gemeinnützigen Putzen genutzt. Beim jährlichen CleanUp Day oder auch Zürisee-Putzete wurden Unmengen von Müll geborgen.

Schon rund 25 Jahre reinigen die Freiwilligen das Gewässer. Dieses Mal waren rund 90 Personen vor Ort. Davon 60 Taucher.

Zürisee-Putzete
Taucher helfen den Zürichsee von Abfall zu befreien.
Zürisee-Putzete
Über Zigistummel bis hin zu Eisengestelle gab es alles zu finden.
Zürisee-Putzete
Gross und Klein halfen bei der Aktion mit.

E-Bikes und Tresor versenkt

Über die Jahre hat sich die Zusammensetzung der Abfälle verändert: «Es gibt viel mehr Büchsen und Zigarettenstummel», erklärt Claudia Eisenloh von Scuba Viva.

Doch auch Grösseres findet sich auf dem Grund: «Ganz extrem sind entsorgte E-Bikes», sagt Eisenloh. Dazu gehören auch gemietete Exemplare. Das Skurrilste, was die Helferin aber je geborgen hat, war ein verschlossener Tresor. Inhalt: Bis heute unbekannt.

Interview mit Abfalltaucher Matthias Ardizzon am Zürichsee. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Wie Taucher Matthias Ardizzon erklärt, wurde dieses Jahr weniger Müll aus dem See gefischt. Der Grund dafür ist simpel: Laut dem Abfalltaucher waren aufgrund von Corona und schlechtem Wetter weniger Leute unterwegs.

10'000 Zigistummel eingesammelt

Doch auch heuer war die Müll-Palette divers: «Becher, Büchsen, Dosen, Flaschen, Eisengestelle, Pneus und Ähnliches» schwammen im Zürichsee. Ein besonderer Dorn im Auge sind ihm aber Zigarettenstummel.

Würden Sie gerne auch mal bei so einer Aktion mithelfen?

In und um das Gewässer sammelten die Freiwilligen alleine an diesem Sonntag schätzungsweise 10'000 Kippenreste.

Interview mit Abfalltauchern Corrine und Mathias am Zürichsee. - Nau.ch/Drone-Air-Media.ch

Zu den freiwilligen Tauchern gehören auch Corrine und Mathias. Sie stellen klar: Sicherheit geht vor. Die beiden waren bereits für rund eine Stunde im Wasser, bevor es dann nochmals für einige Zeit auf den Seeboden ging.

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