Gericht

    Zürich: Neugeborenes stirbt nach Verlegung – Hebammen vor Gericht!

    Fabia Söllner
    Fabia Söllner

    Zürich,

    In Zürich stehen drei Hebammen vor Gericht. Sie sollen zu spät auf Komplikationen bei einer Geburt reagiert haben.

    Eine Geburt
    Ein Neugeborenes stirbt nach einer Verlegung – nun müssen drei Hebammen vor Gericht. (Symbolbild) - keystone

    Es sollte eigentlich eine Geburt im Geburtshaus Zürcher Oberland in Bäretswil werden. Doch nach stundenlangem Geburtsstillstand musste die werdende Mutter 2018 notfallmässig ins Spital Wetzikon verlegt werden.

    Dann der Schock: Alle Hilfe kam zu spät. Trotz Kaiserschnitt konnte das Leben ihres Kindes nicht gerettet werden, berichtet die «NZZ».

    Anklage gegen die Hebammen

    Nun stehen drei damals beteiligte Hebammen des Geburtshauses vor dem Bezirksgericht Hinwil. Die Zürcher Staatsanwaltschaft klagt sie wegen fahrlässiger Tötung an.

    Wurdest du im Spital geboren?

    Der Vorwurf: Sie hätten zu spät reagiert und damit den Tod des Neugeborenen in Kauf genommen.

    Das Geburtshaus weist dies zurück: Ein Geburtsstillstand von bis zu acht Stunden sei medizinisch vertretbar gewesen, die Herztöne des Kindes unauffällig.

    Der Fall liegt nun beim Gericht. Dieses muss klären, ob Sorgfaltspflichtverletzungen der Hebammen für den Tod des Kindes verantwortlich sind.

    Weiterer Todesfall

    2023 kam es laut der «NZZ» zu einem weiteren Todesfall. Auch hier wurde eine Frau aus dem Geburtshaus Bäretswil ins Spital Wetzikon verlegt – das Neugeborene starb kurz nach der Geburt. Es läuft ebenfalls eine Strafuntersuchung gegen das Geburtshaus.

    Bis zum Abschluss der Verfahren gilt für alle Beteiligten die Unschuldsvermutung.

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    Kommentare

    User #1695 (nicht angemeldet)

    Unser Kind ist vor 5Jahren im Triemli Spital durch einen Ärzte Fehler ums Leben gekommen…

    User #4858 (nicht angemeldet)

    2018 ist auch im Paracelsusspital ein Kind durch fahrlässige Tötung ums Leben gekommen. Die verantwortliche Ärztin (Praxis Juna) wurde zu fahrlässiger Tötung und schwerer Körperverletzung verurteilt. Davon hat man in der Presse nie gelesen.

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