Ostern

    Zürcher Tierschützerin plädiert für ein Ostern ohne Eier

    Luna Gerber
    Luna Gerber

    Wetzikon,

    Herr und Frau Schweizer konsumieren jährlich Milliarden von Eiern – an Ostern umso mehr. Tierschützerin Simone Maurer fordert ein Umdenken.

    simone mit huhn
    Die Tierschützerin Simone Maurer hat ein Herz für Tiere – Die Ostereier sind ihr daher ein Dorn im Auge. - Lebenshof Sinulay

    Das Wichtigste in Kürze

    • Alle Jahre wieder stehen bunte, hartgekochte Eier beim Osterbrunch auf dem Tisch.
    • Tierschützerin Simone Maurer kritisiert dies. Sie plädiert für ein eierloses Ostern.
    • «GalloSuisse» findet hingegen: Ostereier seien Teil der Osterfest-Kultur.

    Was wäre Ostern ohne Eier?

    Bei Herr und Frau Schweizer stehen die farbigen, hartgekochten Eier jedes Jahr am Ostersonntag auf dem Zmorgetisch. Von Traditionen können wir nicht genug bekommen. Und vom Geschmack schon gar nicht.

    Würdest du an Ostern auf Eier verzichten?

    Auf diese Tradition jedoch zu verzichten, wäre für die Tierschützerin Simone Maurer nicht nur denkbar, sondern sogar wünschenswert.

    Sie spricht sich bei der Neuausgabe des Magazins der Tierschutz-Stiftung «Pro Tier» für ein Ostern ohne Eier aus.

    Denn: Legehennen seien auf maximale Eierproduktion hochgezüchtet und nach kurzer Zeit ausgelaugt. Und würden ausgesondert, sobald ihre Legeleistung nachlässt.

    Tierschützerin macht sich gegen Eierboom stark

    Maurer ist Mitgründerin des Lebenshofes Sinulay in Wetzikon ZH. Seit Jahren engagiert sie sich für sogenannte «Hühnerrettungen»: Hennen, die es nicht in die Eierindustrie geschafft haben, vermittelt oder übernimmt sie selbst.

    Gemäss «Pro Tier» konsumieren Herr und Frau Schweizer jährlich 1,8 Milliarden Eier. In der Osterzeit steigt die Nachfrage um weitere paar Millionen. Und damit auch die Hochzüchtung von Legehennen.

    Simone Maurer und «Pro Tier» finden das paradox: «Gerade bei dem Fest des neuen Lebens und der Hoffnung lohnt es sich, Gewohnheiten zu hinterfragen.»

    Die Tierschützerin plädiert an die Feiernden, sich an die eigene Nase zu nehmen. «Ostern ohne Eier ist kein Verzicht. Es ist eine bewusste Entscheidung – für Mitgefühl», sagt sie gegenüber dem Magazin.

    Kritiker besteht auf Tradition

    Auf der anderen Seite steht «GalloSuisse». Die Eierproduktion ist das Herzstück des Schweizer Branchenverbandes. Präsident Daniel Würgler dürfte auch kommenden Sonntag wieder zum Eierbecher greifen.

    Denn gegenüber Nau.ch plädiert er für die «freie Wahl» eines jeden Menschen darüber, was er konsumiert.

    gallosuisse
    «GalloSuisse»-Präsident Daniel Würgler plädiert für eine «freie Wahl» eines jeden Menschen darüber, was an Ostern auf den Tisch kommt. - GalloSuisse

    Das Osterfest sei «mit einer Menge Kultur und Tradition verbunden», dies betreffe eben auch die bunten Eier beim Sonntagszmorge. Und das dürfte sich so schnell wohl auch nicht ändern.

    Isst du tierische Produkte?

    Eine generelle Forderung für ein Ostern ohne Eier sagt dem Präsidenten der Schweizer Eierproduktion also nicht zu.

    Primär wichtig sei für ihn, dass die Tiere gut gehalten werden und dass die Eier regional und saisonal sind. «Wie es bei allen tierischen Produkten sein sollte. Und zwar das ganze Jahr lang.»

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    Kommentare

    User #5121 (nicht angemeldet)

    Nun eine gute überlegung! aber was geschieht mit den Eiern sonst??? Das grösste Problem ist die Gier nach noch Mehr. Dort sollte man umdenken.

    User #166 (nicht angemeldet)

    Ich konsumiere nur noch Schoggi Eier. Aber wo hat der Schoggi-Hasen die versteckt...

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