Hattrick

    Uster unterliegt dem Meister trotz Pfister-Hattrick

    UHC Uster
    UHC Uster

    Uster,

    In der AXA Arena in Winterthur verlor der UHC Uster 4:5 gegen den HC Rychenberg. Josia Pfister traf dreifach – Uster rutscht in der Tabelle auf Rang 8 ab.

    Uster
    Ortsschild der Gemeinde Uster (Symbolbild) - Nau.ch / Manuel Walser

    Nach inklusive Cup vier Siegen in Serie lernte der UHC Uster im Gastspiel bei Rychenberg Winterthur wieder mal das – an diesem Abend besonders bittere – Gefühl der Niederlage kennen. Im Schlussdrittel agierte man bisweilen etwas zu wenig clever, um dem aktuellen Schweizer Meister doch noch Punkte abzuknöpfen.

    Nachdem HCR-Captain Michel Wöcke bereits nach 22 Sekunden die erste gute Winterthurer Chance mit einem zu hoch angesetzten Schuss aus aussichtsreicher Position liegengelassen hatte, war es nur zwölf Sekunden später im Gegenzug der Ustermer Erstlinien-Center Josia Pfister, in dieser Partie definitiv der «Man on fire» im Zürcher Oberländer Team, der auf ein tolles Zuspiel Jhonan Meiers den Ball zum Führungstreffer ins linke hohe Eck spedierte. Der Meister wollte dies sichtlich nicht auf sich sitzen lassen, doch scheiterte wenig später abermals Wöcke, diesmal an Uster-Keeper Alessio Mura. Danach hatten die Ustermer Glück, als Almiro Stüdeli einen Schuss seines Teamkollegen Nils Boman an die Latte lenkte.

    Im Nachgang zu dieser Aktion leistete sich Rychenbergs Dani Jaaranen ohne Stock eine Fussballeinlage, die ihn für zwei Minuten auf die Strafbank brachte. Es war dann allerdings leider das Heimteam, dass diese Phase mit einem Konter zum Ausgleich durch Manuel Matt nutzen konnte. Die Eulachstädter agierten weiter druckvoll und vermochten in der Defensive zahlreiche Abschlussversuche der Gäste zu blocken (Johannes Wilhelmsson kann ein Lied davon singen).

    In der 13. Minute verteidigte Mura mit einer grandiosen Parade gegen HCR-Topscorer Julian Egli das 1:1-Unentschieden. Vier Zeigerumdrehungen später liessen die Rychenberger allerdings Pfister bei seinem Spaziergang durch die gegnerische Platzhälfte zu viel Raum, so dass dieser mit einem sehenswerten Abschluss die 2:1-Pausenführung für die Ustermer besorgen konnte.

    Auch zu Beginn des Mittelabschnitts agierte das Heimteam offensiv präsenter, vermochte aber eine Zweiminutenstrafe gegen Usters Linus Chrétien nicht zu nutzen. Die beste Zürcher Oberländer Chance in dieser Phase hatte Matteo Gervasoni, der allerdings aus bester Position über den Ball schlug. Es war dann knapp nach Spielhälfte ein Konter, der den Winterthurern den Ausgleich durch Loïc Aurel Ammann bescherte.

    Und nur gerade eine halbe Minute später lag das Heimteam nach einem überraschenden Schlenzer Bomans aus der Drehung, der genau die kleine Lücke im linken oberen Eck fand, voran. In der Folge gerieten die Zürcher Oberländer doch etwas ins Schwimmen, so dass der Ex-Ustermer Albert Koskinen offenbar sogar etwas Mitleid mit seinen ehemaligen Mannschaftskameraden bekam. Mit seinem inkorrekten Abstand bei einem Ustermer Freischlag sorgte er nicht nur dafür, dass das direkt darauffolgende Tor seiner Farben aberkannt wurde.

    Wegen der als Folge gegen ihn ausgesprochenen Stafe sahen sich seine Mitspieler auch noch einer Zürcher Oberländer Überzahl ausgesetzt, derer sie sich nur gerade eine knappe halbe Minute zu erwehren vermochten. Daniels Jānis Anis erzielte auf Pass Ted Nivestams den 3:3-Ausgleichstreffer, ungewohnterweise nicht innerhalb des gegnerischen Torraums stehend, sondern mit einem Weitschuss. Danach war es wieder an Mura, mit Interventionen gegen Noah Püntener und Gustavs Griezitis das Remis in die zweite Pause zu retten.

    Kurz vor der Sirene hatte Tis Fischer noch eine gute Chance, setzte den Ball allerdings nebens Tor.

    Das Schlussdrittel dürften die Ustermer dann definitiv schlechter Erinneurng behalten. Die Rychenberger starteten mit dem Anpfiff zu einer Druckphase, in der sie vor dem Zürcher Oberländer Gehäuse bisweilen aber zu verspielt agierten, und vor dem Abschluss einen oder sogar zwei Pässe zuviel ansetzten. Viel Glück hatten die Gäste in der 44. Minute, als Püntener wie auch wenig später Egli den Ball an die Latte hämmerten.

    Drei Zeigerumdrehungen später war es dann erneut ein (Bilderbuch-)Konter, mit dem Püntener den Meister wieder in Führung brachte. In der Folge schickten die Referees Anis wegen Stockschlags auf die Strafbank, und diesmal reüssierten auch die Rychenberger in persona von Egli im Powerplay. In dieser auch von einigen Zwiegesprächen seitens der Ustermer mit den Gebrüdern Bühler geprägten Phase rappelten sich die Zürcher Oberländer allerdings nochmals auf, und Winterthur durfte sich bei Schlussmann Eric Kunz bedanken, der toll gegen Ted Nivestam rettete.

    Drei Minuten vor Spielende übersahen die Eulachstädter dann aber den völlig allein vor ihrem Gehäuse befindlichen Pfister, der das Zuspiel Gervasonis zum Anschlusstreffer einnetzte und damit seinen Hattrick an diesem Abend komplett machte. Es folgte das in solchen Fallen Übliche mit Timeout und Tausch des Goalies durch einen sechsten Feldspieler, doch weder Pfister, Wilhelmsson noch Nivestam vermochten Kunz nochmals zu bezwingen.

    Aufgrund der Resultate der anderen Partien und der Dichte im Tabellenmittelfeld rutschte der UHC Uster durch diese Niederlage auf Rang 8 ab, wobei morgen Sonntag sogar noch Gefahr vom neuntplazierten Alligator Malans droht, sollten die Bündner ihr Heimspiel gegen die Tigers Langnau erfolgreich gestalten.

    HC Rychenberg Winterthur – UHC Uster 5:4 (1:2, 2:1, 2:1)

    Uster ab 57:53 bei eigenem Ballbesitz mit einem sechsten Feldspieler anstelle des Torhüters. Uster ohne Graf und Hug (beide verletzt). Pfister zum Ustermer Best Player gewählt.

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    Weiterlesen

    UHC Uster
    Unihockey
    HC Rychenberg Winterthur
    Unihockey
    UHC Alligator Malans
    Unihockey
    Quickline
    16 Interaktionen
    Tipps für den Alltag

    MEHR HATTRICK

    Fussball. fc baden
    Fussball
    Schwingen
    Festsieg-Hattrick
    de
    103 Interaktionen
    Historisch!

    MEHR AUS OBERLAND

    F1
    1 Interaktionen
    Nach 39 Jahren
    Volketswil ZH
    Volketswil ZH
    Wangen-Brüttisellen ZH
    Wangen-Brüttisellen ZH
    Uster ZH
    Uster ZH