Zum 20. Mal findet eine Museumsnacht in der Stadt St. Gallen statt
Seit zwei Jahrzehnten sind jeweils für eine Nacht im September die St. Galler Museen geöffnet und bieten ein besonderes Programm an. Die Jubiläumsveranstaltung am 12. September steht unter dem Motto «strahlt».

Es sind nicht nur die bekannten Kulturorte in der Stadt St. Gallen wie die Stiftsbibliothek, das Kunst – oder das Textilmuseum, die am kommenden Samstag ihre Türen für das Publikum öffnen. Dabei sind auch Ausstellungsräume, die unter dem Jahr eher wenig besucht werden.
Dazu gehört das Seifenmuseum an der Grossackerstrasse. Gezeigt wird dort die «Vielfalt von Farben, Formen und Verwendungszweck» von Seifen. Am Samstag wird eine «Reise durch die Welt der Seife mit Siebdruck, Wettbewerb und Musik» geboten. An der Seifenbar werden «schäumende Drinks» ausgeschenkt.
Das Museum of Emptiness der Künstlerin Gilgi Guggenheim gibt es seit zehn Jahren. Als begehbare architektonische Skulptur lade es dazu ein, «sich vom Angebot der Fülle zu erholen», heisst es in der Beschreibung. Präsentiert wird an der Museumsnacht das strahlende Jubiläumswerk «Aurosphere», gezeigt werde «goldene Leere».
Die Vielfalt der Angebote ist gross. An der Unterstrasse kann ein historischer Polizeiposten besichtigt werden, der von 1907 bis 1933 betrieben wurde. Zu sehen ist eine «epochengerechte Einrichtung» samt Uniform am Kleiderbügel. «Die originale Arrestzelle lädt zum Verweilen ein», heisst es im Programm der Museumsnacht.
Hochleistungslüfter im Feuerwehrdepot
Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das Feuerwehrmuseum Depot 61 an der Burgstrasse. Zu erleben gibt es die Wirkung verschiedenster Hochleistungslüfter, mit denen bei einem Brand der Rauch aus den Räumlichkeiten geblasen werden kann.
Viele der beteiligten Museen und Ausstellungsorte – dazu gehört etwa auch die Macelleria d'Arte am Raiffeisenplatz – finden sich im erweiterten St. Galler Stadtzentrum. Etwas weiter ist der Weg bis zum Sitterwerk.
In Rundgängen können dort die Werkstätten der Kunstgiesserei oder das Kesselhaus besichtigt werden. In der Kunstbibliothek werden die Bücher nicht in alphabetischer Ordnung, sondern je nach Interessenlage der Nutzerinnen und Nutzer eingereiht. Gefunden wird ein bestimmtes Werk, weil die Regale regelmässig gescannt werden.
Informationen unter: museumsnachtsg.ch






