Burka

    Zu allen drei Vorlagen zeichnen sich Ja-Mehrheiten ab

    Keystone-SDA
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    Bern,

    Eine SRG-Umfrage zeigt Ja-Mehrheiten zu allen drei Vorlagen. Am 7. März wird über das Burka-Verbot, die E-Identifikation und ein Freihandelsabkommen abgestimmt.

    Abstimmungen
    Am 26. September stimmt die Schweiz über zwei Vorlagen ab. (Symbolbild) - Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Am 7. März wird über das Burka-Verbot, die E-ID und ein Freihandelsabkommen abgestimmt.
    • Laut der SRG-Abstimmungsumfrage zeichnen sich zu allen drei Vorlagen Ja-Mehrheiten ab.

    Wäre bereits Mitte Januar 2021 abgestimmt worden, wäre die Initiative zum Verhüllungsverbot ebenso wie das E-ID-Gesetz und das Freihandelsabkommen mit Indonesien angenommen worden. Die Stimmbeteiligung hätte bei durchschnittlichen 45 Prozent gelegen. Das geht aus der ersten SRG-Abstimmungsumfrage hervor.

    Damit liegt eine Momentaufnahme sieben Wochen vor dem Urnengang am 7. März und zum Beginn der Hauptkampagne vor, wie die SRG am Freitag mitteilte. Bei der Initiative «für ein Verhüllungsverbot» (Burka-Verbot) zeichnete sich eine Zustimmung von 56 Prozent ab.

    Burka-Verbot eine scharfe Links-Rechts-Polarisierung

    40 Prozent der Befragten wollten Nein sagen. Dabei war die Meinungsbildung weit fortgeschritten. 69 Prozent hegten feste Stimm-Absichten, nur vier Prozent waren unentschieden.

    Der Konflikt beim Burka-Verbot ist durch eine scharfe Links-Rechts-Polarisierung geprägt. Stimmwillige von SP und Grünen sind klar dagegen, alle anderen und auch die Parteiungebundenen dafür. Wichtig ist gemäss SRG das Regierungsvertrauen: Wer Bundesrat und Parlament vertraut, ist knapp gegen die Initiative.

    Burka
    Das Verschleierungsverbot findet laut Umfrage aktuell noch eine knappe eine Mehrheit in der Bevölkerung, - Keystone

    Das Ja misstrauischer und SVP-naher Kreise dürfte bis zur Abstimmung halten. Weniger gesichert ist die Zustimmung im Umfeld der FDP, der Mitte und der GLP sowie bei Parteilosen. Dort werde die Entscheidung fallen, prophezeit die vom Forschungsinstitut gfs.bern durchgeführte Erhebung.

    Knappes Ja bei der E-Identifikation möglich

    Bei der Vorlage für die E-Identifikation zeichnet sich ein knappes Ja von 52 Prozent ab. Dagegen sind 37 Prozent. Allerdings ist die Meinungsbildung noch nicht fortgeschritten. Mehrheitlich für die Vorlage sind aktuell Anhängerschaften von FDP, GLP und der Mitte.

    E-ID
    Nach zahlreichen Beschwerden gegen die E-ID-Abstimmung entscheidet nun das Bundesgericht. (Archivbild) - ejpd.admin.ch

    Aus den Reihen der SVP und der Parteiungebundenen ist die Kritik grösser. Im Gegensatz zur Situation bei den Grünen und der SP unterstützen aber die Parteibasis der SVP und die Parteilosen die Vorlage knapp.

    Hauchdünne Zustimmung zum Freihandelsabkommen der Efta

    Nur hauchdünn mit 51 Prozent war die Zustimmung zum Freihandelsabkommen der Efta mit Indonesien. Parteiungebundene, SP und Grüne sprachen sich dagegen aus. Alle anderen Parteianhänger waren dafür, am deutlichsten jene der FDP. Die Meinungsbildung ist aber noch wenig entwickelt.

    Von den Argumenten her haben die Befürworter die Oberhand. Zwei Drittel sehen Wettbewerbsvorteile für die Schweiz. 83 Prozent sind der Meinung, dass Ökologie und Menschenrechte in Freihandelsabkommen mehr Gewicht erhalten müssen.

    guy parmlenin
    Bundesrat Guy Parmelin eröffnet die Kampagne des Bundesrats für das Freihandelsabkommen der Efta-Staaten mit Indonesien. - Keystone

    Auf der Gegnerseite sticht das Argument bei 63 Prozent, dass Palmöl extrem billig sei und einheimische Öle verdränge. 56 Prozent erwarten, dass der geringe Nutzen für die Schweiz die Schäden der Palmölproduktion nicht aufwiegt.

    Das Institut gfs.bern führte die erste Welle der Umfrage im Auftrag der SRG vom 1. bis zum 24. Januar durch. Befragt wurden 9067 Stimmberechtigte in allen Landesteilen. Der statistische Fehlerbereich beträgt +/-2,8 Prozentpunkte.

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