Zirkus

    Zirkus und antikes Drama am Schweizer Theatertreffen

    Keystone-SDA
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    Yverdon-les-Bains,

    Das 13. Schweizer Theatertreffen stellt dieses Jahr in Yverdon-Le-Bains und in Lausanne sieben Bühnenstücke aus dem ganzen Land vor. Zu sehen sind Inszenierungen sowohl aus etablierten Theaterhäusern wie auch aus der freien Szene.

    Die Inszenierung «Hekabe» von Euripides am Schauspielhaus Zürich ist eines der Stücke, das an das Schweizer Theatertreffen eingeladen wurde.
    Die Inszenierung «Hekabe» von Euripides am Schauspielhaus Zürich ist eines der Stücke, das an das Schweizer Theatertreffen eingeladen wurde. - Handout/Krafft Angerer

    «Das Theater war schon immer ein politischer Ort, ein Ort der Gemeinschaft. In unsicheren Zeiten wird diese Funktion noch wichtiger. Wir müssen uns treffen, uns austauschen und unsere Standpunkte miteinander konfrontieren», sagte die künstlerische Leiterin Julie Paucker am Donnerstag an einer Medienkonferenz in Yverdon.

    Sie hat aus siebzehn Produktionen sechs Inszenierungen ausgewählt, welche am diesjährigen Schweizer Theatertreffen zu sehen sein werden.

    So etwa «4/5 oder von der Kunst keine Fahrstuhlmusik zu werden» von der Luzerner Theatergruppe «Zell:stoff». Sie bringt vier ältere Menschen auf die Bühne, die sich den Fragen des Lebens, ihren Erinnerungen, ihrem Schmerz aber auch lustigen Momenten stellen. Realität und Fiktion vermischen sich im Stück.

    Der Luzerner Künstler Julian Vogel führt indes mit «Ceramic Circus» eine zeitgenössische Zirkusperformance auf. Er jongliert mit Tellern und Schalen, fährt auf Inlineskates und dem Fahrrad und spielt obendrauf Musik.

    Zur «Sélection» gehört unter anderem auch ein am Schauspielhaus Zürich erarbeitetes Stück: das Drama «Hekabe» von Euripides über die sich rächende Mutter. Es war ursprünglich nicht zur Aufführung an anderen Spielorten gedacht. «Das Gastspiel in der Westschweiz ist daher ein Ereignis für sich», sagte Paucker, die sich auch mit den Themen dieses antiken Stücks auseinandersetzt, das «in einer kraftvollen, fast albtraumhaften Ästhetik» einen Bezug zur Gegenwart herstelle.

    Zu den sechs Stücken wird als siebtes, als sogenanntes «Extra», das Stück «Mon Frère» von François Gremaud gezeigt, das am Vortag des Festivals in Lausanne Premiere haben wird.

    Das Schweizer Theatertreffen will die Vielfalt des zeitgenössischen Theaterschaffens der Schweiz sichtbar machen. Zu erleben ist das vom 27. bis zum 31. Mai.

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