Zentrales System ist bei schweizweiter Abwehrübung ausgefallen
Bei einer schweizweiten Abwehrübung ist ein zentrales System ausgefallen. Es war für essenzielle Funktionen verantwortlich.

Bei einer Abwehrübung eines hybriden Angriffs auf die Schweiz ist ein zentrales IT-System beim zuständigen Bundesamt ausgefallen. Es war bereits das zweite Mal. Das Amt bestreitet aber eine Krise.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz (Babs) befinde sich keinesfalls in einer Krise, hiess es am Sonntag auf Anfrage von Keystone-SDA. Das ausgefallene System habe nach Anpassungen wieder störungsfrei funktioniert, bestätigte das Amt weiter einen Artikel der «NZZ am Sonntag».
Essentielle Funktionen sind ausgefallen
Am 6. November sei der Zugang zur elektronischen Lagedarstellung wegen einer Überlastung verlangsamt und zeitweise nicht möglich gewesen. Dieses System bündelt alle Meldungen und liefert den kantonalen Krisenstäben ein schweizweites Lagebild.
Seine Funktion war essentiell bei der Übung gegen den hybriden Angriff.
Bereits bei der letzten derartigen Übung fiel das System aus. Auch die damaligen Fehler habe man lokalisieren und beheben können, so das Babs. Derzeit laufen beim Amt diverse Projekte zur Verbesserung der Abläufe.
Kritiker melden sich zu Wort
Kritikern geht dies aber laut der NZZ zu langsam.
«Während meiner Amtszeit hat das Babs eine Phase des kulturellen Wandels durchlaufen, um sich auf die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft vorzubereiten», schrieb die Amtsleiterin Michaela Schärer auf Anfrage.
Doch angesichts der äusserst vielfältigen Aufgaben und der «relativ bescheidenen Mittel», werde von den Mitarbeitenden sehr viel erwartet. Man habe die letzten Jahre aber viel erreicht, Projekte beendet, politische Entscheide erwirkt und den Bevölkerungsschutz im Lichte der veränderten sicherheitspolitischen Lage weiterentwickelt.






