Zahlen von Hilfswerk zeigen: Ungleichheit hat zugenommen

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Bern,

In der Schweiz hat sich die Ungleichheit bei Erwerbseinkommen verstärkt, wie das Hilfswerk Caritas schreibt. Und Bildung bleibt ein Privileg.

Inflation
Die Ungleichheit hat in der Schweiz zugenommen, beobachtet ein Hilfswerk. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Ungleichheit in der Schweiz hat sich laut Caritas verstärkt.
  • Bei den Erwerbseinkommen habe sogar eine Umverteilung nach oben stattgefunden.
  • Bei der Vermögensungleichheit führen die Schweiz und die USA die Spitze an.

Im europäischen Vergleich liegt die Schweiz im unteren Drittel bei der Chancengleichheit im Bildungssystem. Zudem weise sie eine verhältnismässig niedrige Bildungsmobilität auf, heisst es einem neuen Factsheet der Caritas.

Nur 10 Prozent der Kinder eines Vaters, dessen Einkommen unter dem Median liege, machten ein Masterstudium. Zum Vergleich: 40 Prozent der Kinder von Vätern aus dem obersten Zehntel absolvieren ein solches.

Trotz der tiefen Bildungsmobilität sei die Einkommensmobilität in der Schweiz eher hoch: Ein Kind aus dem ärmsten Fünftel der Bevölkerung habe in der Schweiz bessere Chancen, später ein gutes Einkommen zu erzielen. Dies im Vergleich zu den USA, Italien oder Schweden.

Umverteilung nach oben

Von 1982 bis 2021 hat bei den Erwerbseinkommen eine Umverteilung nach oben stattgefunden: Die obersten 0,1 Prozent haben ihre Einkommen vervierfacht, das oberste Prozent knapp verdreifacht.

Demgegenüber blieben laut Caritas die unteren und mittleren Einkommen deutlich zurück: Die untersten 20 Prozent legten um das 2,5-fache zu, Der Medianlohn verdoppelte sich.

Konkret zeigte sich im Jahr 2023 bei den verfügbaren Einkommen: Die untersten zehn Einkommensprozent verfügten im Durchschnitt über 26'086 Franken Einkommen pro Jahr.

Bei den obersten zehn Prozent waren es über 95'510 Franken. Das Medianeinkommen lag bei 51'973 Franken. Im internationalen Vergleich befindet sich die Schweiz bei der Einkommensungleichheit demnach im Mittelfeld der OECD-Länder.

Seit 1969 seien die Vermögenssteuersätze deutlich gesenkt worden, so das Factsheet. Und die Steuerbelastung hoher Einkommen ging laut Caritas seit 1984 ebenfalls nach unten. Dies, während mittlere Einkommen gleich oder stärker belastet werden.

Vermögensungleichheit: Schweiz und USA an der Spitze

Die wachsende Ungleichheit zeige sich vor allem auch bei den Vermögen: So besitze das reichste Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung ohne Einbezug des Vorsorgevermögens über 45 Prozent des Vermögens. Also fast die Hälfte des Gesamtvermögens.

Braucht es Massnahmen, damit die Reichen nicht reicher und die Armen nicht ärmer werden?

Selbst wenn man das Vorsorgevermögen einbeziehe, besass das reichste Prozent im Jahr 2023 über ein Drittel des Gesamtvermögens. Damit besitzt es im Durchschnitt 800-mal mehr als die ärmere Hälfte der Bevölkerung.

Die Hälfte der Erwachsenen verfüge zudem nur über wenige Ersparnisse, besitze kein Vermögen oder sei sogar verschuldet.

Bei der Vermögensungleichheit führen die Schweiz und die USA die Spitze an und liegen deutlich über dem OECD-Durchschnitt.

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Kommentare

User #8046 (nicht angemeldet)

Und die SP lässt den einfachen Arbeiter weiterhin im Stich.

User #3995 (nicht angemeldet)

Das stimmt die gäste bekommen deutlich mehr für das dass sie 0 leistung erbringen

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