Wirte der Walliserkanne jammern über Konto-Sperrungen

    Raphael Wyder
    Raphael Wyder

    Region Visp,

    Nachdem etliche Schweizer Banken die Spendenkonten der Zermatter Walliserkanne gesperrt haben, suchen die Wirte nun im Netz nach Hilfe.

    Walliserkanne Coronavirus
    Die Wirte der Walliserkanne kommen nicht mehr an ihr Geld. - Twitter / Keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die Walliserkanne in Zermatt VS wollte die Corona-Massnahmen rechtlich bekämpfen.
    • Zu diesem Zweck rufen die Wirte zu Spenden auf.
    • Nach Kontosperrungen setzten sie nun einen Hilferuf auf ihrer Homepage ab.

    In den letzten Wochen hat sich das Restaurant Walliserkanne des Touristenorts Zermatt VS nicht viele Freunde gemacht. Denn die Skeptiker-Wirte des Lokals lehnten sich gegen die Massnahmen gegen das Coronavirus auf.

    Sie weigerten sich trotz amtlichen Befehls, ihr Lokal zu schliessen. Schliesslich wurden sie verhaftet. Und wieder freigelassen – das Restaurant muss aber weiterhin geschlossen bleiben. Wann und ob die Familie Aufdenblatten ihr Restaurant wieder öffnen kann, ist unklar.

    Hilfeschrei auf Homepage

    Auf der Homepage des Restaurants riefen die Wirte kurz nach ihrer Freilassung zu Spenden auf, um mit «hochqualifizierten Anwälten» gegen die Zertifikatspflicht ankämpfen zu können. Kurze Zeit später sperrte die UBS das Spendenkonto der Familie. «Aus Angst vor Geldwäscherei», klagten die Walliser Brüder.

    Fortan sollten Spenden auf das ZKB-Konto ihres Zürcher Anwalts gehen. Den eigentlichen Zweck wollte man aber vertuschen - Gönner sollten im Vermerk «Anwaltshonorar» schreiben.

    Würden Sie den Walliserkannen-Wirten helfen?

    Doch auch diese Verbindung wurde nicht lang aufrechterhalten. Stattdessen verwiesen die Wirte für Spenden auf die Email-Adresse der Beiz.

    Nun äussern sich die Wirte-Familie auf der Homepage der Walliserkanne zum Konflikt mit den Schweizer Banken. «Der grösste Teil der Schweizer Banken hat unser Spendenkonto gesperrt», heisst es dort. Prompt platzieren die Wirte einen Hilferuf: «Falls jemand eine alternative, legale Möglichkeit sieht, sind wir dankbar», schreiben sie und verweisen erneut auf die E-Mail-Adresse der Beiz.

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