Winterthur – Professor: Ausbürgerung des Täters ein «Schnellschuss»
Ein 31-Jähriger verletzte bei einer Messerattacke am Donnerstagmorgen in Winterthur drei Personen. Hier gibt es die neusten Updates im Ticker.
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Das Wichtigste in Kürze
- In Winterthur wurden bei einer Messerattacke am Donnerstagmorgen drei Menschen verletzt.
- Der verhaftete Täter ist schweizerisch-türkischer Doppelbürger und schrie «Allahu Akbar».
- Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr sprach von einem Terror-Akt.
Am Bahnhof Winterthur wurden am Donnerstagmorgen drei Menschen bei einem Messerangriff verletzt. Zwei davon mittelschwer, eine Person schwer.
Laut der Kantonspolizei Zürich handelt es sich beim Täter um einen 31-jährigen schweizerisch-türkischen Doppelbürger.
Die Verletzten wurden ins Spital gebracht, der Täter festgenommen. Das Motiv wird noch untersucht. Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr sprach von einem Terror-Akt.
Die Bundesanwaltschaft hat am Freitag Untersuchungshaft für den Winterthurer Messerstecher beantragt. Sie führt ein Strafverfahren wegen Verdachts auf mehrfachen versuchten Mord und Unterstützung einer terroristischen Organisation.
Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:
Ausbürgerung des Täters wäre ein «Schnellschuss»
03.00: Ob der Winterthurer Messerstecher ausgebürgert werden kann, wie vom Zürcher Sicherheitsdirektor gefordert, wird sich erst nach dem Strafverfahren zeigen. Voraussetzung dafür ist laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) ein rechtskräftiges Urteil wegen einer schweren Straftat.
«Wir sprechen hier von Terrorismus, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, von organisierter Kriminalität», sagte SEM-Sprecher Daniel Bach am Freitag in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens SRF.
In den letzten Jahren wurde ihm zufolge in zehn Fällen ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, in sieben davon wurde schliesslich der Entzug des Bürgerrechts verfügt.

Alberto Achermann, Professor für Migrationsrecht an der Universität Bern, hält die Forderung nach einer Ausbürgerung im Fall Winterthur entsprechend für einen «Schnellschuss», wie er zu SRF sagte.
Man könne zwar davon ausgehen, dass es sich beim Angriff um eine besonders schwere Straftat handle. Ob der Täter zurechnungsfähig war, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.
Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr hatte zuvor an einer Medienkonferenz gesagt, er würde den mutmasslichen Täter am liebsten ausschaffen.








