Winterthur – Professor: Ausbürgerung des Täters ein «Schnellschuss»

Ein 31-Jähriger verletzte bei einer Messerattacke am Donnerstagmorgen in Winterthur drei Personen. Hier gibt es die neusten Updates im Ticker.

00:00 / 00:00

Nach der Messerattacke am Bahnhof von Winterthur ist Verunsicherung zu spüren. - Nau.ch / Nico Leuthold

Das Wichtigste in Kürze

  • In Winterthur wurden bei einer Messerattacke am Donnerstagmorgen drei Menschen verletzt.
  • Der verhaftete Täter ist schweizerisch-türkischer Doppelbürger und schrie «Allahu Akbar».
  • Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr sprach von einem Terror-Akt.

Am Bahnhof Winterthur wurden am Donnerstagmorgen drei Menschen bei einem Messerangriff verletzt. Zwei davon mittelschwer, eine Person schwer.

Laut der Kantonspolizei Zürich handelt es sich beim Täter um einen 31-jährigen schweizerisch-türkischen Doppelbürger.

Hast du Angst vor weiteren ähnlichen Angriffen in der Schweiz?

Die Verletzten wurden ins Spital gebracht, der Täter festgenommen. Das Motiv wird noch untersucht. Der Zürcher Regierungsrat Mario Fehr sprach von einem Terror-Akt.

Die Bundesanwaltschaft hat am Freitag Untersuchungshaft für den Winterthurer Messerstecher beantragt. Sie führt ein Strafverfahren wegen Verdachts auf mehrfachen versuchten Mord und Unterstützung einer terroristischen Organisation.

Im Nau.ch-Ticker bleibst du auf dem Laufenden:

Ausbürgerung des Täters wäre ein «Schnellschuss»

03.00: Ob der Winterthurer Messerstecher ausgebürgert werden kann, wie vom Zürcher Sicherheitsdirektor gefordert, wird sich erst nach dem Strafverfahren zeigen. Voraussetzung dafür ist laut dem Staatssekretariat für Migration (SEM) ein rechtskräftiges Urteil wegen einer schweren Straftat.

«Wir sprechen hier von Terrorismus, von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, von organisierter Kriminalität», sagte SEM-Sprecher Daniel Bach am Freitag in der Tagesschau des Schweizer Fernsehens SRF.

In den letzten Jahren wurde ihm zufolge in zehn Fällen ein entsprechendes Verfahren eingeleitet, in sieben davon wurde schliesslich der Entzug des Bürgerrechts verfügt.

Staatssekretariat für Migration (SEM)
Wird dem Täter von Winterthur das Bürgerrecht entzogen? - keystone

Alberto Achermann, Professor für Migrationsrecht an der Universität Bern, hält die Forderung nach einer Ausbürgerung im Fall Winterthur entsprechend für einen «Schnellschuss», wie er zu SRF sagte.

Man könne zwar davon ausgehen, dass es sich beim Angriff um eine besonders schwere Straftat handle. Ob der Täter zurechnungsfähig war, lasse sich zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht sagen.

Der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr hatte zuvor an einer Medienkonferenz gesagt, er würde den mutmasslichen Täter am liebsten ausschaffen.

Kommentare

User #1507 (nicht angemeldet)

Das ist absolut kein Schnellschuss! Wer wahllos auf Leute einsticht hat in der Schweiz nichts verloren! Pass weg und tschüss!

Weiterlesen

Messerattacke Winterthur
2'281 Interaktionen
«Unwohl»
x
4'210 Interaktionen
Winterthur-Terror
Ist der Vorfall in Winterthur eine Steilvorlage für die SVP?
2'281 Interaktionen
Messer-Attacke

MEHR AUS WINTERTHUR

Grand Prix-Winterthur
Halbmarathon-Comeback
Monopoly
Winterthur
Naturpark
Winterthur