Weiterer Beschuldigter sagt aus zu Brand von Crans-Montana VS
Einen Tag nach der Aussageverweigerung eines Beschuldigten in der Untersuchung zur Brandkatastrophe von Crans-Montana VS hat der ehemalige Vizechef des kommunalen Sicherheitsdienstes mit der Staatsanwaltschaft kooperiert. Seine Einvernahme begann am Donnerstag um 08.30 Uhr.

Vor rund dreissig Anwältinnen und Anwälten beantwortete der Mann die Fragen des Staatsanwaltschaftsteams zum verhängnisvollen Brand in der Bar «Le Constellation» in der Silvesternacht mit 41 Toten und über 100 Verletzten. Somit verlief die dritte Einvernahmerunde am Donnerstag wieder normal.
Am Vortag hatte der ehemalige Verantwortliche für den Brandschutz der damaligen Gemeinde Chermignon von seinem Schweigerecht Gebrauch gemacht. Er begründete dies mit einer fehlenden Einsicht in die Akten. Und am Dienstag fehlte Barbesitzer Jacques Moretti krankheitsbedingt.
Drei weitere Einvernahmen stehen noch an: jene eines Mitglieds des aktuellen Sicherheitsdienstes am Freitag, jene des Gemeindepräsidenten von Crans-Montana, Nicolas Féraud, am Montag sowie jene des ehemaligen Gemeinderats, der von 2021 bis 2024 für die öffentliche Sicherheit zuständig war, am 15. April.
Die neuen Beschuldigten müssen sich wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandverursachung verantworten. Es handelt sich um dieselben Vorwürfe, die bereits gegen Jacques und Jessica Moretti, die Betreiber des Lokals, sowie gegen den ehemaligen und den aktuellen Sicherheitsverantwortlichen der Gemeinde Crans-Montana erhoben wurden. Insgesamt stehen nun neun Personen unter Verdacht.






