Weil die Temperaturen sanken, husten jetzt viele

Aaron Studer
Aaron Studer

Obwalden,

Kaum sinken die Temperaturen, häufen sich Husten, Schnupfen und Halsweh. Läuft die Erkältungssaison wieder an?

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Die Erkältungen nehmen gefühlt zu. Hängt das mit dem jüngsten Temperatursturz zusammen? (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Apotheken melden mehr Kundschaft mit Husten, Schnupfen und Halsweh.
  • Der Apothekerverband sieht aber bislang keine ausgeprägte Erkältungswelle.
  • Eine Studie zeigt: Trockene Luft und Kälte erhöhen das Infektionsrisiko.

Im Tram wird vermehrt geschnieft, im Büro hallt immer öfter Husten durch die Räume: Dass derzeit viele Menschen erkältet sind, lässt sich kaum überhören.

Auch wenn es am Donnerstag nochmal heiss war: Nach dem Hitze-Sommer sind die Temperaturen insgesamt spürbar gesunken – ein abrupter Wechsel, der den Körper fordert.

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Hinter den vermehrten Erkältungssymptomen steckt womöglich ein Wetterumschwung. (Symbolbild) - keystone

Der zeitliche Zusammenhang ist auffällig: Kaum wird es kühler, nehmen Husten, Schnupfen und Halsschmerzen zu. Zeichnet sich hier bereits der Beginn einer Erkältungswelle ab?

«Die Nachfrage nach Produkten ist leicht erhöht»

Yves Platel, Präsident des Apotheker­verbandes des Kantons Zürich, bestätigt einen leichten Anstieg. «Wir beobachten wieder mehr Kundinnen und Kunden mit typischen Erkältungssymptomen wie Halsweh, Reizhusten und Schnupfen.»

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«Wir stellen derzeit einen leichten Anstieg beim Verkauf von Erkältungsprodukten fest», sagt Yves Platel. (Symbolbild) - keystone

Laut Platel befinde sich die Nachfrage nach Erkältungsmedikamenten aktuell auf einem Niveau wie bereits Ende Juli. Das bedeutet: Sie ist leicht erhöht.

Eine «ausgeprägte Erkältungswelle» sieht er jedoch nicht.

«Mit sinkenden Temperaturen und dem Übergang in die kühlere Jahreszeit nehmen Atemwegsinfekte häufig wieder zu.»

Yves Platel ist Präsident des Apothekenverbands im Kanton Zürich.
Yves Platel ist Präsident des Apothekenverbands im Kanton Zürich. - Facebook/@ApothekenverbandKantonZürich

Aber: Erkältungsviren werden von Mensch zu Mensch übertragen. Nicht die Kälte selbst macht krank – sondern die Bedingungen, die sie schafft: Mehr Nähe zwischen Menschen, trockenere Luft und eine schwächere Abwehr.

Sobald mehr Personen mit Husten- und Erkältungssymptomen unterwegs seien, steige auch das Ansteckungsrisiko, so Platel.

Auffällig: In den Beratungsgesprächen würden häufiger Erkältungssymptome im Vordergrund stehen, während im Früh- und Hochsommer vermehrt Allergiebeschwerden Thema seien.

Studie sieht Zusammenhang

Eine Studie im Fachjournal «Respiratory Medicine» zeigt ebenfalls, dass sinkende Temperaturen und trockene Luft mit einem Anstieg von Atemwegsinfektionen zusammenhängen.

Hast du derzeit auch mit einer Erkältung zu kämpfen?

Bereits ein Grad weniger erhöhe das Risiko für Infektionen um mehrere Prozent. Besonders deutlich war auch der Einfluss der Luftfeuchtigkeit – trockene Luft erhöhte das Risiko zusätzlich.

Der Ausbruch der Krankheit lässt manchmal mehrere Tage auf sich warten, nachdem Temperatur und Luftfeuchtigkeit sanken.

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Kommentare

User #4978 (nicht angemeldet)

Unfassbar !!! Ende August ist es nicht mehr so heiss wie im Juli ! Menschen werden krank und bald kommt die nächste Pandemie. Der Klimawandel stellt alles auf den Kopf ! Wenn es im Winter auch noch schneien sollte, dann wissen wir was es geschlagen hat. So, ich gehe jetzt mal ein Steak essen

User #1352 (nicht angemeldet)

Betrifft es die Mehrheit?

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