Wandern: Auf 20 Etappen durch den ganzen Kanton Bern
300 Kilometer, 20 Etappen und vier völlig unterschiedliche Landschaften: Diese Wanderung führt quer durch den Kanton Bern.

Das Wichtigste in Kürze
- Diese Fernwanderung führt auf 20 Etappen und 300 km durch den vielfältigen Kanton Bern.
- Abwechslungsreiche Wanderung durch Jura, Mittelland, Voralpen & Alpen.
- Die Königsetappen sind teilweise herausfordernd, bieten abe atemberaubende Bergpanoramen.
Die Schweiz wird von zahlreichen Fernwanderwegen durchzogen, und eine Karte all dieser Routen sieht beinahe aus wie der S-Bahnnetzplan einer grossen Stadt.
Viele dieser grossen Routen sind dabei so angelegt, dass sie einer Art von Topografie folgen; man ist dann stets in den Voralpen unterwegs, oder entlang der Juraketten, oder kraxelt von einem Alpenpass zum nächsten.
Da sticht die Via Berna 38 wohltuend heraus. Denn auf ihren 20 Etappen führt sie quer durch den ganzen Kanton Bern.
Wer sich auf die etwa 300 Kilometer einlässt, kann sich auf ein besonders abwechslungsreiches Erlebnis freuen. Denn hier erlebt man gleich vier Landschaftstypen: Den Jura, das Mittelland, die Voralpen und schliesslich eines der spektakulärsten Gebiete der Schweizer Alpen.

Zudem kann man auf der Strecke die unterschiedlichsten Wasserwelten erleben, von kleinen Bächen und idyllischen Bergseen bis zu mächtigen Flüssen und weiten, glitzernden Seen.
Start im Berner Jura
Der Start zum Abenteuer liegt im kleinen Dorf Bellelay ganz im Nordwesten des Kantons. Auf den ersten 5 Tagesetappen geht es durch den Faltenjura. Mal ist man auf einem Gratrücken unterwegs, mal quert man eine Talsenke, und schliesslich erreicht man Biel.
Zu den Highlights auf dieser Strecke gehören die freien Höhenzüge auf dem Montagne du Droit, der Aufstieg durch die Schlucht La Combe Grède, die Taubenlochschlucht und der Blick vom Chasseral und vom Mont Sujet auf Hunderte Alpengipfel.

Die Etappen 6 bis 11 sind quasi der «Promenaden»-Teil der Fernwanderung. Hier gibt es nur kleine Auf- und Abstiege, es sind aber doch einige Abschnitte dicht befahrenen Strassen entlang zu meistern. Entlang von Flüssen und durch Wälder lässt es sich ganz entspannt eintauchen in die Landschaften.
Da gibt es bei Studen eine römische Tempelanlage, bei Golaten ein weitläufiges Feuchtgebiet, in dem sich der Biber so richtig wohlfühlt, das UNESCO-Weltkulturerbe Berner Altstadt, eine fast zehn Kilometer lange Auenlandschaft an der Aare bei Belp und schliesslich eine pittoreske Strecke dem Thunersee entlang.
Beliebter Bergsee darf nicht fehlen
Die Etappen 12 bis 20 sind dann die wahrlichen Königsetappen – hier gibt es fünf grössere Aufstiege zu meistern.
Gut zu wissen: Wer es etwas gemütlicher vorzieht, kann die anstrengendste Etappe hoch auf die Schynige Platte (1350 m Aufstieg) auch mit dem Züglein bewältigen. Der Preis all des Schweisses sind atemberaubende Blicke auf die Berner Hochalpen.

Anfänglich geht es auf diesen Alpen-Etappen noch durch weniger bekannte Gebiete; vom Suldtal gelangt man über den Rengglipass ins Saxettal und schliesslich ins Soustal. Die für viele spektakulärsten Aussichten geniesst man dann auf der Schynige Platte und auf dem höchsten Punkt der ganzen Wanderung, dem 2680 Meter hohen Faulhorn.
Gleich unter dem Gipfel liegt hier das altehrwürdige Berghotel Faulhorn, und nach dem Nachtessen versammeln sich (fast) alle Gäste oben auf dem Gipfel, um einem der eindrücklichsten Sonnenuntergänge und Bergpanoramen der Schweiz beizuwohnen.

Unter dem Faulhorn liegt zudem einer der am meisten fotografierten Bergseen der Schweiz, der Bachsee, mit dem Schreckhorn und dem Finsteraarhorn im Hintergrund. Unterhalb der Grossen Scheidegg wandert man direkt an der Rosenlauischlucht vorbei, wo das Schmelzwasser aus dem Wetterhorngebiet eine tiefe, gewundene Schlucht in den Fels gefressen hat.
Ein weiteres Highlight ist der Höhenweg von Planplatten beim Hasliberg zur Engstlenalp. Schliesslich erreicht man durch ein wildromantisches Tal das Ziel Sustenpass.









