Walliser Vermögensverwalter soll acht Jahre in Knast
Ein Millionenbetrug erschüttert das Wallis: Ein Vermögensverwalter soll mit Komplizen durch überteuerte Aktien rund 41 Millionen Franken ergaunert haben.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Sittener Vermögensverwalter soll wegen Millionenbetrugs 8,5 Jahre Haft erhalten.
- Mit überteuerten Aktien soll er mit Komplizen rund 41 Mio. Franken ergaunert haben.
- Auch die Mittäter sollen zu fünf und sechs Jahren Gefängnis verurteilt werden.
Ein Millionenprozess hält die Walliser Justiz auf Trab.
Im Zentrum steht ein Sittener Vermögensverwalter, dem die Staatsanwaltschaft gewerbsmässigen Betrug, schwere Untreue und unredliche Geschäftsführung vorwirft. Die Forderung: achteinhalb Jahre Gefängnis – ohne Bewährung.
Am Montagmorgen fiel das Urteil. Eigentlich hätte die Strafe sogar zehn Jahre betragen sollen, doch wegen der langen Verfahrensdauer wurde sie reduziert.
Die stellvertretende Generalstaatsanwältin Catherine Seppey findet deutliche Worte in ihrem Plädoyer: «Er ist ein notorischer Lügner, ein Finanzraubtier.» Das berichtet die Walliser Zeitung «Le Nouvelliste».
Komplizen sollen auch hinter Gittern
Auch seine mutmasslichen Komplizen stehen im Fokus: ein Ökonom und Geschäftspartner, den Seppey als «kalt und berechnend» beschreibt. Sowie ein niederländischer Geschäftsmann, der «im Hintergrund die Fäden zog».
Ihnen drohen sechs beziehungsweise fünf Jahre Haft.
Im Zentrum des Falls steht ein fragwürdiges Geschäftsmodell rund um ein Unternehmen für allergenfreie Latexhandschuhe. Investoren kauften Aktienzertifikate zum acht- bis zehnfachen Preis – während die Angeklagten die Differenz einstrichen.
Gesamthaft 41 Millionen Franken ergaunert
Der mutmassliche Gesamtschaden: rund 18 Millionen Franken, zusätzlich weitere 23 Millionen, die dem Hauptangeklagten vorgeworfen werden. Er soll vor seiner Festnahme weiter Kunden und Bekannte betrogen haben, so «Le Nouvelliste.»
Alle Beschuldigten gelten bis zu einem rechtskräftigen Urteil als unschuldig.













