Waadt mobilisiert 2200 Einsatzkräfte für G7-Gipfel
Der Kanton Waadt bereitet sich auf den G7-Gipfel im französischen Evian vor. Zwar steht er weniger im Fokus als Genf, dennoch werden umfangreiche Sicherheitsmassnahmen getroffen. Insgesamt werden rund 2200 Personen mobilisiert, darunter Polizei, Zivilschutz, Zoll, Feuerwehr und Sanitätsdienste.

«Donald Trump in nur 15 Kilometern Entfernung von Lausanne zu haben, ist nicht nichts», sagte Sicherheitsdirektor Vassilis Venizelos am Montag vor den Medien in Lausanne. Die Einsatzbereitschaft und Wachsamkeit seien deshalb besonders hoch. Dank einer «sorgfältigen und koordinierten Vorbereitung», die bereits im Juni 2025 begonnen habe, blicke der Kanton dem Gipfel jedoch mit Gelassenheit entgegen.
Venizelos betonte, die Situation unterscheide sich deutlich von jener in Genf sowie von den Ereignissen rund um den G8-Gipfel von 2003. Damals war es in Lausanne und der Region zu schweren Ausschreitungen gekommen. Derzeit seien im Kanton Waadt aber keine Protestkundgebungen angekündigt. Zudem werde keine der am Gipfel teilnehmenden Delegationen im Kanton untergebracht.
Die feministische Streikdemonstration vom Samstag, 13. Juni, in Lausanne – einen Tag vor der Anti-G7-Kundgebung in Genf – bereitet den Behörden derzeit keine besonderen Sorgen. Für Venizelos gibt es aktuell «keinen Grund», von möglichen Ausschreitungen auszugehen. Er erinnerte daran, dass die Demonstration seit Jahren stattfinde, enge Kontakte zu den Organisatorinnen bestünden und die «demokratische Meinungsäusserung» gewährleistet werden müsse.
Neben den 2200 mobilisierten Einsatzkräften erhält der Kanton Waadt für bestimmte Aufgaben Unterstützung der Armee. Diese betrifft insbesondere die Überwachung des Genfersees, des Luftraums sowie kritischer Infrastrukturen.
Zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wurden zudem an verschiedenen Standorten ergriffen, darunter am Hauptsitz der Kantonspolizei in La Blécherette.
Auf dem Genfersee wurden auf waadtländischem Gebiet keine Schifffahrtsverbote verhängt. Bei den Verbindungen der CGN wird der Anleger in Évian vorübergehend durch Lugrin-Tourronde ersetzt; die Ankunft in Lausanne bleibt jedoch bestehen. Im Luftraum gelten für die Regionen Lausanne, Payerne und Bière Flugverbote für Drohnen.
Generell rufen die Behörden die Bevölkerung dazu auf, grenzüberschreitende Reisen während des Gipfels frühzeitig zu planen. Grenzgängerinnen und Grenzgängern wird empfohlen, nach Möglichkeit im Homeoffice zu arbeiten.














