Vor 50 Jahren mussten Rinder wegen Schnee früher von der Alp

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Bern,

    Ein Temperatursturz hat vor 50 Jahren in verschiedenen Regionen der Schweiz bereits Ende August die ersten Schneefälle gebracht. Darum mussten unter anderem am Julierpass rund 350 Rinder und Kühe vorzeitig ins Tal gebracht werden.

    Anfang September 1976 brachte ein Temperaturfall Schnee in verschiedenen Regionen der Schweiz. Am Julierpass mussten rund 350 Rinder und Kühe vorzeitig zu Tal gebracht werden. Im Bild ...
    Anfang September 1976 brachte ein Temperaturfall Schnee in verschiedenen Regionen der Schweiz. Am Julierpass mussten rund 350 Rinder und Kühe vorzeitig zu Tal gebracht werden. Im Bild ... - Keystone/PHOTOPRESS-ARCHIV/STR

    Nach einer extremen Hitzewelle im Juni und Juli 1976 kühlte der August damals in einigen erhöhten Lagen die Schweiz merklich ab.

    Auch 50 Jahre später bringt die Trockenheit die Schweizer Alpwirtschaft in eine kritische Lage. Wegen des Futter- und Trinkwassermangels mussten bereits Mitte August einige Betriebe ihre Tiere früher von den Alpen holen. Besonders stark betroffen sind laut dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) der Jurabogen, die Westschweiz und Teile der Ostschweiz. Die grosse Mehrheit der betroffenen Alpen brachte einen Teil ihrer Tiere verfrüht ins Tal, um Trinkwasser und Weideland zu sparen.

    Im vergangenen Jahr mussten Alpabzüge wegen der Rinderkrankheit Lumpy-Skin Disease an zahlreichen Orten im Wallis und in der Waadt Alpabzüge abgesagt werden oder sie fanden ohne Rinder statt.

    Alpsaison als Weltkulturerbe

    Die Schweiz zählt laut dem SAV rund 6600 Alpbetriebe. Sie bewirtschaften im Sommer etwa ein Drittel der landwirtschaftlichen Nutzfläche und stellen jährlich 5500 Tonnen Alpkäse her.

    Alpabzüge finden in der Schweiz je nach Region zwischen Mitte August und Ende September statt. Die Uno-Kulturorganisation Unesco beschloss Ende 2023, die Schweizer Alpsaison in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit einzutragen.

    Die Alpsaison vereine ein ganzes Repertoire an Bräuchen, Fertigkeiten und Ritualen, das sie zu einem äusserst lebendigen Kulturerbe mache, hiess es. Darunter fallen zum Beispiel der Alpauf- und Alpabzug, das Wissen über Weidewirtschaft und das Käsen, die Handwerkstechniken bei der Geräteherstellung oder das reiche traditionelle Liedgut.

    https://www.google.com/url?q=https://visual.keystone-sda.ch/preview/-/preview/open/686371421/detail?_ch_keystone_liferay_preview_portlet_PreviewPortlet_searchCriteria%3DnewToOld%253AsfALLFIELDS_allfields%253A%2528686371421%2529_sfALLFIELDS%26_ch_keystone_liferay_preview_portlet_PreviewPortlet_closeUrl%3Dhttps%253A%252F%252Fvisual.keystone-sda.ch%252Fweb%252Fguest%252Fresult%252F-%252Fresult%252Fpaging%252F1%253F_ch_keystone_liferay_result_portlet_ResultPortlet_searchCriteria%253DnewToOld%25253AsfALLFIELDS_allfields%25253A%252528686371421%252529_sfALLFIELDS%2526ts%253D1777557294985&sa=D&source=editors&ust=1787553027609215&usg=AOvVaw3X0DQ8qZVt8WgzoCV0nXOP

    Mehr zum Thema:

    Kommentare

    User #3818 (nicht angemeldet)

    es gab schon immer heisse Sommer, kalte Winter, früher Wintereinbruch, lange kein Schnee, etc. Wenn der Mensch denkt, dass jedes Jahr exakt genau gleich ablaufen muss, hat er die Natur nicht verstanden.

    User #4192 (nicht angemeldet)

    Man muss doch tiefstappeln, damit die Bauern wieder entschädigt werden und die Preise erhöht werden können.

    Weiterlesen

    Autobahn
    560 Interaktionen
    Sprit wird knapp
    meghan markle
    Meghans Vater

    MEHR AUS STADT BERN

    Betlehem
    1 Interaktionen
    Bern
    Vorsorge Oberland
    2 Interaktionen
    Vorsorge Oberland
    YB
    44 Interaktionen
    Lunde-Kolumne