Viele Schweizer bereuen Zurückhaltung bei Finanzfragen

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Bern,

Viele Schweizerinnen und Schweizer sind bei Investitionen im Finanzbereich vorsichtig und gehen wenig Risiko ein. Häufig wird dies im Nachhinein bereut. Gerade bei der Altersvorsorge könnte dies zum Problem werden. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studio der Sotomo-Stiftung im Auftrag von «Zurich Schweiz».

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Viele Schweizerinnen und Schweizer sind bei Investitionen im Finanzbereich vorsichtig und gehen wenig Risiko ein. (Symbolbild) - keystone

Jede dritte Person bereute es, bei Investitionen zu vorsichtig gewesen zu sein, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Studie hiess.

Gerade bei Anlagen zur Vorsorge kann diese Schweizer Zurückhaltung zum Knackpunkt werden. «Das Streben nach Sicherheit kann hier selbst zum Risiko werden», wird Studienleiter Michael Hermann zitiert.

Knapp die Hälfte der erwerbstätigen Bevölkerung (47 Prozent) geht gemäss der Studie davon aus, ihren Lebensstandard im Alter nicht halten zu können. Gut die Hälfte (54 Prozent) fühlt sich bezüglich der eigenen Altersvorsorge unsicher.

Trotzdem legt eine Mehrheit die privaten Vorsorgegelder risikoarm an. Bei der 3. Säule setzen 45 Prozent auf ein niedriges Risikoprofil. «Wer bei der Vorsorge oder bei Finanzanlagen jedes Risiko meidet, riskiert am Ende genau die finanzielle Sicherheit, die er sich wünscht», so Hermann weiter.

Die Sorge vor Börsencrashs nannten 21 Prozent der Erwerbstätigen als grosses Risiko, während nur 4 Prozent der Pensionierten angaben, dass ein solcher ihre Vorsorge tatsächlich beeinträchtigt habe.

Bei der Risikofreude generell zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Männer bezeichneten sich zu 56 Prozent als risikofreudig, während sich 53 Prozent der Frauen als ängstlich einstuften.

Bei Finanzanlagen war der Unterschied besonders gross: 19 Prozent der Männer zeigten sich hier risikofreudig, aber nur 7 Prozent der Frauen. Junge Frauen gaben hingegen häufiger als junge Männer an, beim Reisen und im Arbeitsleben grössere Risiken einzugehen.

Die Risikobereitschaft variiert je nach Lebensbereich stark. Am ehesten gingen die Befragten Risiken im Verkehr (33 Prozent), beim Reisen (30 Prozent) sowie bei Sportaktivitäten (18 Prozent) ein.

Für die repräsentative Studie wurden im Januar 2026 über 1700 Personen in der deutsch- und französischsprachigen Schweiz online befragt.

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Kommentare

User #6103 (nicht angemeldet)

Deutschland macht eine Rentenreform:) dort wird nicht lange hin und her diskutiert. Es heisst die Mensche müssen mehr arbeiten.

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